China unter Druck: Außenhandel gibt wenig Grund für Hoffnung

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Der Außenhandel Chinas hat sich auch im vergangenen Monat kraftlos entwickelt. Foto: Bodo Marks/Illustration

Neue Handelszahlen deuten auf eine weitere Abkühlung der chinesischen Wirtschaft hin. Die zweitgrößte Volkswirtschaft leidet unter schwacher Nachfrage. Deutsche Exporteure müssen neue Märkte suchen.

Peking (dpa) - Chinas Außenhandel hat sich auch im Mai kraftlos entwickelt. Gestützt von einer schwächeren Währung stiegen die Exporte in Yuan gerechnet um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe um 5,1 Prozent zulegten, wie die chinesische Zollverwaltung berichtete.

In US-Dollar gemessen zeichnete sich aber ein deutlich schlechteres Bild. Danach sackten die Ausfuhren doppelt so schnell ab wie im Vormonat um 4,1 Prozent und damit noch stärker als erwartet, wie der Finanzdienst Bloomberg meldete. Die Importe gaben um 0,4 Prozent nach. Das war zumindest deutlich weniger als der Rückgang von 10,9 Prozent im Vormonat und auch besser als vorhergesagt.

Die Außenhandelszahlen zeigen eine schwache globale und heimische Nachfrage. Dies erschwert Pekings Bemühungen, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wieder in Schwung zu bringen. "Die jüngsten Außenhandelszahlen verstärken die Hinweise darauf, dass sich Chinas Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal weiter abkühlen wird", sagte Max Zenglein vom China-Institut Merics in Berlin.

"Das schwierige Umfeld in Chinas Kernexportmärkten setzt Chinas ohnehin schon gebeutelte Industrie weiter unter Druck", sagte Zenglein. Mit einem Minus von 10,3 Prozent seien die Importe in den ersten fünf Monaten zurückgegangen. Der andauernde Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft wirke sich negativ auf die chinesische Nachfrage aus. "Deutsche Unternehmen müssen dieses Jahr auf andere Märkte setzen, wenn sie ihre Exporte steigern wollen."

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