Lohr + Company

Internationales Geschäft: Familien-Betreuer über Generationen

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Bei der Beratung und Begleitung von sehr vermögenden Mandanten kommt es darauf an, bei allen notwendigen Schritten den Überblick zu behalten und steuernd tätig zu werden.

Family Offices strukturieren große Familienvermögen. Das wollen die Mandanten über Generationen bewahren. Dabei helfen die Profis.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Lohr + Company zeichnet sich durch eine besondere, historisch gewachsene Konstellation aus: Sie ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich tätig, hat Standorte in Düsseldorf und in Wien. Und damit Zugang zu verschiedenen Systemen. „Wir sind in beiden Rechtsordnungen zu Hause“, sagt Dr. Franz Kleinbauer, Geschäftsführender Gesellschafter des Wiener Standortes. Auch bei den Kunden gibt es viele Verbindungen über die Grenzen hinweg. „Wir haben Klienten, die sowohl deutsche als auch österreichische Wurzeln oder Beziehungspunkte haben.“

Noch weiter erstrecken sich die historischen Verbindungen. Generell pflegt Österreich intensive Beziehungen nach Südosteuropa, damit auch viele Mandanten von Lohr + Company. „Wien ist das Tor zum Osten“, sagt Kleinbauer, „und wir begleiten unsere Kunden, die sich mit rumänischen, ungarischen oder slowakischen Themen befassen“. Lohr + Company verfügt über das entsprechende Netzwerk, davon profitieren die Kunden. Es sind viele komplexe Themengebiete, mit denen sich die Experten zu befassen haben. Von daher war es ein logischer Schritt, dass sich aus der steuerlichen und wirtschaftlichen Beratung vieler Mandanten eine umfassende Betreuung entwickelte – genau die Aufgabe von Family Offices. Und so bietet Lohr + Company auch diese Dienstleistungen an.

Was unterscheidet die Arbeit eines Family Office von einer Privatbank, einem Vermögensverwalter oder einer üblichen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft? „Wir begleiten unsere Mandanten immer generationenübergreifend“, erklärt Kleinbauer. Die Zusammenarbeit mit den sehr vermögenden Mandanten ist sehr individuell, sie sei stets mit der Person verbunden, nicht mit der Institution.

Dr. Maximilian A. Werkmüller, der als Geschäftsführer von Lohr + Company am Standort Düsseldorf vermögende Kunden betreut, weiß ebenfalls aus seinem Alltag, was das bedeutet. „Wir sind die ‚trusted advisors‘, die Berater, denen die Mandanten ihr volles Vertrauen schenken.“ Das geht teilweise bis ins Private hinein. Manchmal hören die Berater als „Beichtväter“ mehr, als einem Bankier oder Vermögensverwalter je zu Ohren käme. Gelegentlich organisieren sie auch einen Tisch in einem Restaurant, das eigentlich ausgebucht ist, oder besorgen besonders begehrte Konzertkarten.

Bei der Vermögensplanung sitzen Family Officer in Beratungsgesprächen an der Seite ihrer Mandanten, ihnen gegenüber die Vertreter einer Bank oder Vermögensverwaltung. Denn darum geht es oft: Das Family Office wählt für die Mandanten die richtigen Spezialisten für die Anlage aus oder für andere Aufgaben, etwa Juristen. „Gute Family Officer sind Generalisten mit fachlichem Schwerpunkt“, erklärt Werkmüller. Er selbst hat viel Erfahrung im Erb- und Stiftungsrecht gesammelt. Auch Themen bei der Geldanlage, in Steuerfragen oder im Gesellschaftsrecht müssen abgedeckt werden. Zentral für die gute Arbeit des Family Officers ist sein Netzwerk. „Er muss Experten kennen, die mit Blick auf die Vertrauenswürdigkeit die gleichen Maßstäbe setzen wie man selbst“, sagt Werkmüller.

Eine ganz wichtige Aufgabe des Familiy Office ist schließlich das Reporting, die Risikokontrolle und regelmäßige Dokumentation. „Wir bündeln alle Informationen etwa aus den verschiedenen Berichten der Banken und Verwalter, bereiten sie mit Hilfe von Übersetzungstools auf und schaffen so einen transparenten Überblick“, erklärt Kleinbauer, der das Family Office dafür bestens aufgestellt sieht. Denn Lohr + Company hat in der Wirtschaftsprüfung ein zentrales Standbein. In der Praxis geht es zum Beispiel darum, unterschiedliche Performance-Berechnungen der Anlagespezialisten zu vereinheitlichen und damit „gleichnamig“ und überhaupt erst vergleichbar zu machen. Und hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der grenzübergreifenden Arbeit: „Unsere Server stehen in Österreich“, sagt Werkmüller, „dort sind unsere Daten gespeichert.“ Manche Kunden fühlen sich da im Zeitalter allgemeiner Datenunsicherheit besser aufgehoben.

Von Jürgen Grosche

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