"Nutztiere brauchen keine Werbegags"

Foodwatch: Supermärkte müssen Tierschutz besser fördern

Berlin - Die Verbraucherorganisation Foodwatch verlangt von den großen Supermarktketten ein Umsteuern für mehr Tierschutz in den Ställen.

Die Handelskonzerne könnten mit ihrer überwältigenden Nachfragemacht für nachprüfbar tiergerechte Lebensbedingungen in allen Ställen sorgen und die Bauern dafür angemessen bezahlen, sagte der stellvertretende Foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.

„Die Nutztiere brauchen keine Werbegags und Almosen“, kritisierte er mit Blick auf die „Initiative Tierwohl“ von Landwirtschaft und Handel. Dabei zahlen Supermarktketten in einen Fonds ein, aus dem teilnehmende Landwirte Geld bekommen, wenn sie in ihren Ställen bessere Haltungsbedingungen schaffen als gesetzlich gefordert.

Auch das von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) geplante freiwillige staatliche Tierwohl-Label sei „eine Scheinlösung“, sagte Wolfschmidt. „Die Bundesregierung muss endlich den gesundheitlichen Tierschutz aller Nutztiere sicherstellen.“ Schmidt will das Label für höhere Tierwohl-Standards Anfang 2017 vorstellen. Damit sollen einheitliche Anforderungen festgelegt werden. Bei Schweinen könne es sich etwa um mehr Platz, Stroh am Boden oder Spielmaterial handeln.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbo lbild)

auch interessant

Meistgelesen

News-Ticker: Merkel will Telekom-Hacker jagen
News-Ticker: Merkel will Telekom-Hacker jagen
Ärger bei Amazon: Tausende Händler-Angebote sind weg
Ärger bei Amazon: Tausende Händler-Angebote sind weg
Telekom: Zwei wichtige Neuerungen am Servicetelefon
Telekom: Zwei wichtige Neuerungen am Servicetelefon
Airbus streicht über 1100 Jobs - viele davon in Ottobrunn
Airbus streicht über 1100 Jobs - viele davon in Ottobrunn

Kommentare