Gewerkschaft vermisst Zukunftskonzept für Lufthansa Cargo

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Eine McDonnell Douglas MD-11 der Lufthansa Cargo wartet auf dem Rollfeld. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Berlin/Frankfurt (dpa) - Angesichts des geplanten Stellenabbaus bei der Frachtflug-Tochter der Lufthansa fordert die Gewerkschaft Verdi ein zukunftsträchtiges Konzept vom Management des Unternehmens.

Ein reines Kostensenkungsprogramm mit Personalkürzungen sei der falsche Weg, kritisierte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle laut einer Mitteilung vom Samstag: "In den bisherigen Gesprächen ist noch nicht deutlich geworden, wie die Geschäftsführung Lufthansa Cargo stabilisieren und langfristig rentabel im Weltmarkt etablieren will."

Lufthansa Cargo will weltweit bis zu 800 Arbeitsplätze streichen, bis zu 500 Stellen sollen dabei in Deutschland wegfallen. Das jährliche Einsparziel liegt bei 80 Millionen Euro - davon 55 Millionen Euro Personalkosten und 25 Millionen Euro Dienstleisterkosten. Geplant ist, das Sparprogramm ab 2017 schrittweise umzusetzen.

Behle sagte, man werde nur sozialverträglichen Lösungen zustimmen. "Für finanzielle Einbußen durch die Konkurrenz der Transportfluglinien der Golfstaaten sind nicht die Mitarbeiter verantwortlich."

Weltweit beschäftigt Lufthansa Cargo etwa 4600 Mitarbeiter. Die Branche leidet unter Überkapazitäten und einem harten Preiskampf. Bei der Konzernmutter Lufthansa hatte kürzlich Finanzchefin Simone Menne um die vorzeitige Beendigung ihres Vertrages gebeten, sie wechselt zum Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim.

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