Kassenpatienten bekommen beim Arzt ungültige Überweisungsscheine

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Der Münchner Merkur berichtet: Viele Kassenpatienten haben am Freitag ungültige Überweisungsscheine bei ihren Hausärzten in Bayern ausgestellt bekommen.

München – Viele Kassenpatienten haben am Freitag ungültige Überweisungsscheine bei ihren Hausärzten in Bayern ausgestellt bekommen. Das berichtet der Münchner Merkur in seiner Samstagsausgabe.

Mit dem Start des neuen Quartals verloren die alten Formulare ihre Gültigkeit. Viele Hausärzte benutzten aber weiterhin die bisherigen Vordrucke. Fachärzte beklagten, dass ein großer Teil der Kassenpatienten am Freitag mit ungültigen Überweisungen zu ihnen kam. Die Patienten mussten auf die Kulanz ihres Facharztes hoffen und eine neue Überweisung nachreichen. In einzelnen Fällen zahlten Patienten noch einmal 10 Euro Praxisgebühr für eine neue Überweisung. „Wir verstehen natürlich, dass das für Patienten ärgerlich sein kann“, sagte Kirsten Warweg, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) dem Münchner Merkur. „Wir haben das Problem erkannt und versuchen im Einvernehmen mit den Krankenkassen eine Lösung zu finden.“

KVB reagierte am Freitagabend

Alle Praxen seien am 15. März über die Änderung informiert worden und hätten neue Formulare erhalten sollen, sagte die KVB-Sprecherin. Da der Wechsel dennoch nicht reibungslos klappte, reagierte die KVB am Freitagabend auf die Recherchen des Münchner Merkur. „Um dennoch den bürokratischen Aufwand so gering wie möglich zu halten, haben wir kurzfristig zudem entschieden, dass die alten Vordrucke bei zeitnah ausgestellten Überweisungen auch jetzt noch Gültigkeit besitzen“, teilte die KVB mit. Grund für die neuen Formulare ist eine interne Veränderung bei der Abrechnung. Warum für den Wechsel zunächst keine Übergangsfrist eingeplant wurde, konnte am Freitag auf Anfrage weder die KVB noch die Kassenärztliche Bundesvereinigung erklären.

mm

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