Auf Wachstumskurs

Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek freut sich über Wachstum

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Der Immobilienmarkt boomt in München. Das spüren auch die Wirtschaftsanwälte, die mit Immobilienrecht zu tun haben.

„Das ist keine Blase – die Nachfrage ist so hoch“, stellt Dr. Armin Freiherr von Grießenbeck von der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek fest. In Zeiten niedriger Zinsen und volatiler Aktienmärkte suchen Investoren nach renditestarken Alternativen, die zugleich als sichere Häfen dienen sollen. Und kommen eben immer wieder auf Immobilien.

Der Jurist weiß, wovon er spricht. Er ist spezialisiert auf Immobilien- und Baurecht und in diesen Branchen gut verdrahtet. „Man muss die Sprache der Immobilienexperten sprechen, die richtigen Fragen stellen, Pläne lesen können.“ Dann werde man auch als Anwalt akzeptiert und weiterempfohlen. Das gilt offenbar für das ganze Team bei Heuking: Die Referenzliste kann sich jedenfalls sehenlassen. Darauf sind zum Beispiel Immobilientransaktionen auch ganzer Portfolios zu finden; Die Rechtsexperten haben zudem den Flughafen München bei der Umsetzung eines Hotelbauprojektes beraten und die Übernahme des Kempinski-Hotels durch Hilton begleitet.

Zu den Referenzen gehören auch große Infrastrukturmaßnahmen, etwa der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, Deutschlands einziger Tiefwasserhafen für Großcontainerschiffe. Die Kanzlei beriet hier das Land Niedersachsen und die Stadt Bremen bei der Ausschreibung und Vergabe der zur Projektrealisierung erforderlichen Leistungen.

Es ist wie so häufig die Kombination verschiedener Faktoren, die zum Erfolg führen. So hat von Grießenbeck auch in Bauprozessen Erfahrungen gesammelt. Eine Erkenntnis: „Man kann nur ein guter Berater sein, wenn man die Prozessführung kennt. Denn hier sieht man, welche Fehler gemacht werden können und welche Wirkung sie haben.“ Als Schiedsrichter, empfohlen vom Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein, lernte der Jurist viel für Prozessmandate: „Man erlebt, wie Richter denken.“

Auch die Kanzlei kombiniert und vernetzt vieles, zum Beispiel die Standorte. In Deutschland ist sie in acht Städten vertreten, dazu in Brüssel und in Zürich. In insgesamt 20 Praxisgruppen bündeln die Anwälte standortübergreifend ihre Kompetenzen. Den Münchner Standort leitet von Grießenbeck – und schaut damit auch über seine Fachkenntnisse hinaus. Denn Heuking Kühn Lüer Wojtek bietet als Full-Service-Kanzlei alle Rechtsdienstleistungen an.

Der Standortleiter stellt dabei fest, dass nicht nur der Immobilienbereich wächst. Ob Kapitalmarkt-, Restrukturierungs- oder Arbeitsrecht – „derzeit wachsen wir auf allen Gebieten“. Das liegt auch daran, dass die Sozietät Zuwachs durch Quereinsteiger bekommt, die sich bessere Chancen bei der unternehmerisch geprägten Kanzlei erhoffen. Allein in diesem Jahr werden aus eigenem Bestand vermutlich sechs Anwälte zu Partnern. „Wir arbeiten umsatzbezogen“, sagt von Grießenbeck, „wer erfolgreich ist, verdient mehr“.

Perspektiven geschätzt

Eine Perspektive, die auch Nachwuchsjuristen schätzen: Obwohl die Einstiegsgehälter mit etwa 70 000 bis 90 000 Euro unterhalb der Spitzen-Saläre notieren, ist die Kanzlei bei Junganwälten beliebt. „Sie kommen schneller in die Partnerschaft als anderswo“, nennt der Anwalt einen Grund. Zudem werde die Aus- und Weiterbildung sehr geschätzt, „auch die Junganwälte haben von Beginn an Kontakt zu Mandanten“.

Auf diese Entwicklungen kann der Standortleiter durchaus mit Stolz blicken, hat er sie doch von Beginn an begleitet. Heute sind von rund 350 Anwälten bundesweit 44 Anwälte für die Sozietät in München tätig. Vor zwölf Jahren kam von Grießenbeck nach München. Zuvor hatte er den Standort Chemnitz für die Kanzlei aufgebaut. Auch das Büro in Zürich hat der erfahrene Jurist bei der Eröffnung begleitet.

Von Jürgen Grosche

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