Leserthema "Privatbanken"

Immobilienmärkte München: Da geht noch was

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Manche Experten sprechen bereits von Anzeichen einer Immobilienblase in Deutschland. Doch selbst in München bietet der Markt noch Perspektiven.

Die Zinsen sind niedrig, die Aktienmärkte volatil. Kein Wunder, dass immer mehr Anleger in Immobilien investieren. Stefan Geib, Niederlassungsleiter der Commerzbank in München Süd und verantwortlich für Privatkunden und Wealth Management, kann das an seinen Umsatzzahlen ablesen: Im Jahr 2014 finanzierte die Commerzbank im Großraum München Immobilienprojekte in Höhe von 639,2 Millionen Euro. Ein Jahr später meldete der Bereich Baufinanzierung 874 Millionen Euro an herausgegebenen Krediten. Im laufenden Jahr wird wahrscheinlich die Marke von einer Milliarde Euro geknackt werden. Und ein Ende des Booms ist noch nicht abzusehen.

Stefan Geib, Niederlassungsleiter der Commerzbank in München Süd.

Dabei zählt München heute bereits zu den teuersten Städten Deutschlands, wenn es um Quadratmeterpreise für Wohnungen, Häuser und Grundstücke geht. „Selbstnutzer zahlen in München für Toplagen immer höhere Preise. Das ist ein Markt für sich, der sich nicht nur in Maßstäben von Rentabilität messen lässt. Doch auch Objekte für die Kapitalanlage rechnen sich noch. Denn in Spitzenlagen können Vermieter 25 bis 40 Euro pro Quadratmeter verlangen. Selbst in guten Lagen sind 18 bis 25 Euro keine Seltenheit“, rechnet Stefan Geib vor. Möglich sei das durch die hohe Kaufkraft in der Region. München ist eben keine Arbeiterstadt. Arbeitgeber wie beispielsweise Allianz, BMW ,Siemens,Münchener Rück, Google oder Microsoft, das sein Deutschlandgeschäft von München aus betreibt, sorgen mit hoch dotierten Bürojobs für ein Lohn-und Sozialgefüge, das über dem Bundesdurchschnitt liegt. Gleichzeitig haben sich viele Ärzte, Notare und Rechtsanwälte in der Innenstadt und in B-Lagen niedergelassen. Es herrscht eher ein Mangel an Platz und nicht an verfügbarem Einkommen. Nicht nur deshalb sieht Immobilien-Experte Geib bei den Immobilienpreisen in der bayerischen Landeshauptstadt noch Luft nach oben:„Blickt man nur auf Deutschland, sieht München auf den ersten Blick teuer aus. Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen ist München jedoch noch lange nicht das teuerste Pflaster“, so Geib. Die Hoffnung auf weiter steigende Preise lockt auch immer mehr ausländische Investoren in die Region. Käufer aus den arabischen Emiraten, Russland, Italien und Frankreich haben den Münchener Raum ebenfalls für sich entdeckt und tragen zum Boom bei.

Dass bei der Commerzbank in München das Immobiliengeschäft brummt, hat jedoch nicht nur mit der allgemeinen Marktentwicklung zu tun. Die Bank punktet gerade jetzt mit ihrem ganzheitlichen Beratungsansatz und ihrer strategischen Ausrichtung. „Wir wollen nicht nur Immobilien finanzieren. Wir können es auch in Größenordnungen, bei denen manche Wettbewerber die Waffen strecken müssen. Und wir zeigen unseren Kunden, wie sie ihr Geld effektiv einsetzen können“, erklärt Geib. Konkret meint er damit, dass Kunden bei Immobilien nicht nur auf die Relation zwischen Kaufpreis und Mieteinnahmen schielen sollten. „Es geht darum, das vorhandene Kapital effektiv einzusetzen. Manchmal lohnt es sich, einen höheren Kredit aufzunehmen und das eigene Kapital rentabel und mehr diversifiziert zu investieren“, so Geib. Bei den Instrumentarien schöpft die Bank bei der Beratung aus dem Vollen. „Wir kennen zum einen die Möglichkeiten der Investition in verschiedene Immobilienarten und haben zum anderen auch einen guten Marktüberblick“, so Geib. Als Allrounder verfügt die Bank zudem über die nötige Finanzmarktexpertise.

Damit die Bausteine in der Vermögensverwaltung und Beratung jeweils passen,braucht es natürlich eine gute Analyse und den geschulten Blick der Experten. Die Commerzbank hat dafür an ihren zahlreichen Standorten Generalisten als Ansprechpartner für ihre Kunden platziert. Diese kennen jeweils die persönliche Situation der Mandanten und ihre Ziele und Bedürfnisse. „Anders als andere große Banken sitzen aber auch die Exper ten, die es bei Fragen des Steuerrechts oder für spezielle Fälle wie Erbschaften immer wieder braucht, nicht irgendwo fernab über die Republik verteilt, sondern in der Nähe“, so Geib. In München, Grünwald, Tegernsee, Ottobrunn und Rosenheim wurden neue Standorte geschaffen. Dort sind die Wege für die Berater nun kürzer geworden–und damit auch für die vermögende Kundschaft. Doch die Bank ist nicht nur für die reichsten der Reichen da. Seit einiger Zeit bietet das Wealth Management und das Private Banking seine Dienst ein drei Varianten an: Schon für kleinere Beträge können Anleger ihr Geld einer aktiv gemanagten, fondsbasierten Vermögensverwaltung anvertrauen. Die zweite Variante ist das sogenannte Premium Depot, gedacht für Kunden mit einem Vermögen von mindestens 100.000 Euro. Dabei handelt es sich nicht um eine Vermögensverwaltung, sondern eine kontinuierliche Beratung auf Festpreis-Basis. Die dritte Variante ist die klassische Vermögensverwaltung, die auch in Einzeltitel wie Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen investiert. Damit spricht die Bank Kunden an, die sich auch eine Wohnung in der Innenstadt von München leisten können. Oder dieses Ziel zumindest in Reichweite sehen.

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