"Politik ist gefordert"

Stahlkonzern Salzgitter in der Krise: Keine Kooperation in Sicht

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Angesichts der schwierigen Lage gibt es immer wieder Spekulationen, etwa über einen Zusammenschluss von Salzgitter mit der Stahlsparte von Thyssenkrupp. Foto: Julian Stratenschulte

Frankfurt/Main - Deutschlands zweitgrößter Stahlkocher Salzgitter will die durch Billigimporte aus China verschärfte Branchenkrise aus eigener Kraft meistern.

"Wir führen mit niemandem Kooperations- oder Fusionsgespräche", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Freitag).

Angesichts der schwierigen Lage gibt es immer wieder Spekulationen, etwa über einen Zusammenschluss von Salzgitter mit der Stahlsparte von Thyssenkrupp. Fuhrmann weist sie regelmäßig zurück.

Zusammenschlüsse seien kein taugliches Instrument, um subventionierten Dumping-Importen aus China zu begegnen, so Fuhrmann. Auch könnten sie Belastungen aus der europäischen und deutschen Energie- und Umweltpolitik nicht ausgleichen. "Hier ist die Politik in Brüssel und Berlin gefordert, denn auch eine geschrumpfte, konsolidierte Stahlbranche würde solchen existenzbedrohenden Risiken nicht standhalten", sagte Fuhrmann.

Fuhrmann zufolge macht Europa beim Schutz der kontinentalen Stahlindustrie gegen die Billigimporte Fortschritte. Import-Registrierungen seit Dezember sowie die Einführung provisorischer Zölle hätten die Einfuhren sinken lassen. Es seien aber weitere Schritte nötig. "Ohne Strafzölle geht es nicht", sagte Fuhrmann. Die USA seien seit langem viel rigider.

dpa

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