Staat und Unternehmen langen zu

Strompreis in Deutschland deutlich gestiegen

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Der Strompreis in Deutschland ist in den letzten sieben Jahren im Schnitt um fast 40 Prozent gestiegen.

Berlin - Strom in Deutschland ist in den letzten sieben Jahren deutlich teurer geworden. Sowohl der Staat als auch die Unternehmen langen deutlich mehr zu.

Der Strompreis in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwischen 2008 und 2015 legte er um 37 Prozent zu, wie das Vergleichsportal Check24 am Dienstag in München auf Grundlage eigener Berechnungen mitteilte. So müsse eine vierköpfige Familie mit einem Stromverbrauch von 5000 Kilowattstunden (kWh) derzeit 1417 Euro pro Jahr zahlen. Dies seien 382 Euro mehr als im Jahr 2008. Dabei sei der Anteil staatlicher Abgaben, Umlagen und Steuern am Strompreis auf 53 Prozent gestiegen. Im Jahr 2008 habe er nur 41 Prozent ausgemacht.

Ganz erheblich stieg laut Check24 die EEG-Umlage. 2008 zahlte eine vierköpfige Familie 57,50 Euro EEG-Umlage, in diesem Jahr sind es 308,50 Euro. Damit entstünden für die Ökostrom-Umlage aktuell 437 Prozent höhere Kosten als noch vor sieben Jahren, erklärte das Vergleichsportal. Mit der Ökostrom-Umlage, die derzeit 6,17 Cent pro Kilowattstunde beträgt, wird der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Sie wird auf den Strompreis aufgeschlagen. In diesem Jahr ist sie erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2000 etwas niedriger als im Vorjahr.

AFP

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