Pünktlichkeitstest an zwei Tagen

Zahl der Bahn-Verspätungen steigt abends deutlich

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Die Testtage sind Teil des Projekts "PlanStart", mit dem die Bahn ihre Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern will. Foto: Fredrik von Erichsen/Archivbild

Berlin - Die Deutsche Bahn hat die Pünktlichkeit ihrer Fernzüge an zwei Tagen getestet. Es lief alles glatt - bis 19 Uhr.

Letztlich seien am Dienstag 85,8 Prozent aller ICE und Intercitys an zehn großen Bahnhöfen pünktlich gestartet, am Tag danach habe die Quote bei 85,0 Prozent gelegen, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Vorgabe war, dass die Züge das Gleis 59 Sekunden nach der geplanten Abfahrt verlassen mussten. Die "Welt" (Freitag) hatte zuerst über die Ergebnisse der Aktion "100-Prozent-Tage" berichtet.

Die erreichten Quoten stellten eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 2015 bei der Abfahrtspünktlichkeit erzielten Wert von 61,5 Prozent dar, sagte der Sprecher. Überraschend sei allerdings, dass die Züge die Bahnhöfe bis zu den Abendstunden überwiegend pünktlich verlassen hätten.

Am Dienstag etwa seien unter anderem in Hamburg-Altona, Berlin-Ostbahnhof und Dortmund 100 Prozent aller Züge fahrplanmäßig gestartet - bis 19.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt hätten die Teams einen deutlichen Anstieg der Verspätungen gemeldet. Dafür will die Bahn jetzt Erklärungen suchen.

Die 100-Prozent-Quote konnte den Abgaben nach nur Karlsruhe halten, das aber auch nur am Mittwoch. Die Testtage sind Teil des Projekts "PlanStart", mit dem die Bahn ihre Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessern will. An zehn Startbahnhöfen in Deutschland prüfen sogenannte Knotenmanager Schwachstellen bei der Abfahrt.

dpa

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