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Smartphones messen per Bluetooth kontinuierlich und automatisch ihren Abstand voneinander. Wenn sich zwei Handys mindestens 15 Minuten lang auf zwei Meter oder weniger annähern, wird diese potenziell ansteckende Begegnung in einem „Kontakttagebuch“ auf den Smartphones gespeichert.© Marijan Murat/dpa

Die Handys verwenden hierfür anonymisierte Nummern, die keinen Rückschluss auf die Besitzer zulassen. Wer in Kontakt mit einer Person gekommen ist, die positiv auf Covid-19 getestet wurde, wird per Smartphone-Alarm gewarnt – und kann sich dann selbst testen lassen und vorsorglich in Quarantäne gehen. Das soll weitere Ansteckungen verhindern.© Michael Kappeler/dpa

Die App funktioniert auf praktisch allen Smartphones, die seit 2015 verkauft wurden. Mindestvoraussetzungen sind iPhone 6S und iPhone SE oder bei Samsung & Co. die Software-Version Android 6. Der Download erfolgt über die gewohnten App Stores von Apple und Android.© Ritchie B. Tongo/EPA/dpa

Wer positiv getestet wird, bekommt vom Labor einen QR-Code. Oder er erhält von einer Hotline der Telekom eine Tan-Nummer. Mit Code oder Nummer meldet der oder die Infizierte in der Corona-App die Ansteckung.© Michael Kappeler/dpa

Die App verschickt an alle Nutzer regelmäßig die anonymen Daten der positiv getesteten Personen. Wer in seinem Kontakttagebuch die Begegnung mit so einer Person gespeichert hat, wird alarmiert. Alle Beteiligten bleiben dabei komplett anonym.© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

60 Prozent der Bevölkerung sollten die App nutzen, damit sie die Gefahr von Ansteckungen wirklich reduziert. Auf solche Traumquoten kommt sonst nur WhatsApp. Laut Uni Oxford helfen aber auch schon niedrigere Werte: „Selbst dann gehen wir davon aus, dass die Zahl der Infektionen und Todesfälle sinkt.“© Marius Becker/dpa

Weil die App eigentlich zwei Monate zu spät kommt, hat Gesundheitsminister Jens Spahn die Erwartungen zurückgeschraubt: „Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, bin ich schon zufrieden.“ Wichtig: Wer die Corona-Warn-App installiert hat und Bedenken bekommt, kann sie wie jede andere App wieder löschen.© Kay Nietfeld/dpa

Die Politik beteuert, dass die Nutzung freiwillig ist und bleibt – auch im Fall einer zweiten Infektionswelle. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber warnt davor, Kunden nur zu akzeptieren, wenn sie die App installiert haben: „Ich kann Inhaber von Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln nur dringend warnen: Versucht es erst gar nicht!“© Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa

Die Entwicklung bei Telekom und SAP sowie die wissenschaftliche Begleitung haben die Kosten auf bisher 20 Millionen Euro getrieben. Dazu kommen 2,5 bis 3,5 Millionen Euro monatlich für den Betrieb. 20 Millionen Euro würden bedeuten ...© Oliver Berg/dpa

... dass drei Monate lang rund 500 Entwickler mit einem Jahresgehalt von jeweils 150.000 Euro an der App geschraubt haben. So ein extrem hoher Aufwand ist aber kaum realistisch. Ob und wo hier Geld versickert ist, könnte noch zur spannenden Frage werden.© Uwe Anspach/dpa