Fataler Irrtum

4.000 Mal falsch geblitzt - jetzt zahlt Stadt Bußgelder zurück

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Ein Blitzer in Schwäbisch Gmünd war falsch eingestellt - und sorgte für 4.000 Bußgeldbescheide.

Eine Stadt in Baden-Württemberg hat über mehrere Monate rund 4.000 "Verkehrssünder" geblitzt - bis der verheerende Irrtum auffiel.

Am Einhorntunnel in Schwäbisch Gmünd wurden im Zeitraum von Februar bis Juli 2018 rund 4.000 Lkw-Fahrer geblitzt. Es handelte sich um eine 80er-Zone - der Blitzer war allerdings falsch eingestellt und löste schon bei Geschwindigkeiten über 60 km/h aus. 800 der "erwischten" Fahrer erhielt sogar Punkte in Flensburg.

Blitzer-Irrtum: Stadt weigert sich zunächst, Bußgelder zurückzuerstatten

Schließlich bemerkte aber ein Lkw-Fahrer den Irrtum. Denn da am Tunneleingang Richtung Stuttgart die Fahrspuren auf einem kurzen Stück mit einer Betonwand voneinander getrennt sind, darf laut Gesetz 80 km/h gefahren werden, wie der SWR berichtet.

Am Einhorntunnel in Schwäbisch Gmünd wurden 4.000 Lkw-Fahrer zu Unrecht zu Bußgeldern verdonnert.

Zunächst weigerte sich die Stadt allerdings die bereits gezahlten Bußgelder zu erstatten. Durch die Zahlung hätten die Fahrer den Vorwurf automatisch anerkannt, hieß es. Nun wird allerdings doch Einsicht gezeigt: Dr. Joachim Bläse, Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd, entschuldigte sich laut der Rems-Zeitung am Mittwoch öffentlich für den Irrtum und verkündete, dass die Bußgelder zurückgezahlt werden sollen. Zudem will sich die Stadt für die Löschung der Strafpunkte in Flensburg einsetzen.

Allerdings werden die Blitzer am Einhorntunnel nicht neu eingestellt. Stattdessen sollten Tempo-60-Schilder am Eingang aufgestellt werden, sodass tatsächlich nur noch 60 km/h gefahren werden darf.

Lesen Sie auch: 20 km/h zu schnell: Trotz Blitzerfotos werden diese Raser nicht bestraft. Ebenfalls kurios ist das Raser-Dorf: Blitzer erwischt fast 59.000 Autofahrer - in nur zwei Wochen.

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
Prozession der Biker
Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

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