Unter Tränen: May verkündet emotional Rücktritt - Schwere Folgen erwartet

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WDR Markencheck

ADAC-Helfer schlagen Konkurrenten

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Gute Noten für die Pannenhelfer des Marktführers. Der Gelbe Engel reparierte sogar einen Fehler, von dem die Tester des WDR-Fernsehens, die das Auto vorher hatten präparieren lassen, gar nichts wussten.

München - Ein nur durchwachsenes Ergebnis erzielte der ADAC beim Markencheck des WDR. Doch bei den Produkttests des Autoclubs und der wichtigen Pannenhilfe gab es wenig zu mäkeln.

Das Auto am Straßenrand wäre mit wenigen Handgriffen wieder flottzumachen gewesen. Doch der Pannenhelfer, der gleich mit dem Abschleppfahrzeug gekommen war, konnte das liegen gebliebene Auto nach einem hilflosen Starthilfe-Versuch nur noch verladen und in die Werkstatt bringen. Ein weiterer brachte das Auto zwar zum Laufen. Doch auch er hatte nur einen von drei Fehlern gefunden. Gleich in die Werkstatt, war auch sein Tipp. Beide Helfer fielen glatt durch.

Vier von drei Fehlern aufgespürt

Gut für den ADAC, auf den es die Reporter des WDR eigentlich abgesehen hatten, dass es sich nicht um seine Leute handelte, sondern um die Vertragspartner seiner Konkurrenten AvD und ACE. Der ADAC-Vertreter schlug sich beim Markencheck des TV-Senders mit Bravour. Er war am schnellsten am Ort der Panne und auch bei der Fehlersuche unerwartet erfolgreich. Der Mann mit dem gelben Wagen reparierte nicht nur die drei präparierten Schäden. Er brachte darüber hinaus auch noch ein kaputtes Gebläse, von dem vorher keiner etwas wusste, zum Laufen.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

110 Polizei-Notruf: Rund um die Uhr und kostenlos erreichbar. Anrufen sollte, wer Opfer oder Zeuge einer Straftat wird. Auch wer etwas Verdächtiges beobachtet, kann sich bei der 110 melden © dapd
112 Rettungsdi enst und Feuerwehr: Auch als „Euronotruf“ bekannt. EU-weit erreicht der Anrufer unter dieser Nummer eine Notrufzentrale, die ihn an den zuständigen Notdienst weiterleitet. © dapd
115 Behördennummer: Seit vergangenem Jahr in Betrieb. Sie soll die Suche nach der zuständigen Behörde vereinfachen. Anrufer werden zu dem für ihr Anliegen zuständigen Amt weiterverbunden. © dapd
116 117 Ärztlicher Bereitschaftsdienst:  Startete am 16. April 2012. In Hessen ist sie seit Anfang 2015 landesweit erreichbar. Wer nachts oder am Wochenende dringend einen Arzt braucht, aber nicht lebensbedrohlich krank ist, erreicht unter der Nummer den nächstgelegenen Bereitschaftsdienst. © dapd
116 116 Sperrnotruf für Karten: Für alle EC- und Kreditkarten und den Online-Banking-Zugang und für Krankenversicherungskarten. Aus dem Ausland: +49 116 116 © dapd
116 111 Nummer gegen Kummer: Das größte, kostenfreie telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern in Deutschland. © dapd
0180/2222222 ADAC Pannenhilfe: Springt das Auto nicht an, rufen viele ADAC-Mitglieder die Gelben Engel. Kosten: Sechs Cent aus dem Festnetz. © dapd

Dabei war der Test durchaus hinterhältig angelegt. Zwei funktionierende und für den Betrieb des Autos notwendige Sicherungen wurden gegen defekte Sicherungen ausgetauscht. Darüber hinaus wurde das Massekabel der Batterie von der Karosserie gelöst. Das ist eine Schadenskonstellation unter Laborbedingungen, die in der Praxis gar nicht vorkommt. Denn jeder einzelne der drei Schäden hätte ein Auto schon zuverlässig lahmgelegt. „Verlässlich“ war das Urteil der öffentlich-rechtlichen Tester über die ADAC-Pannenhilfe. Und auch den Grund für den Vorsprung des Marktführers fand der WDR heraus: Die solide Ausbildung und laufende Schulung der Mitarbeiter sowie die gut ausgestatteten Pannenfahrzeuge.

Produkt-Tests ohne Partner-Bonus

Bei den Tests von Produkten – vom Kindersitz, über Reifen bis hin zum ganzen Auto –, die der ADAC regelmäßig vornimmt, hatten die Tester der Tester zunächst Zweifel: Kann ein Autoclub, der mit verschiedenen Herstellern, wie Michelin, Ford oder Opel zusammenarbeitet, dann noch neutral über deren Produkte urteilen? Doch diesen Verdacht konnte das WDR-Team im Testzentrum des Clubs nicht erhärten. Im Gegenteil. Partner des Clubs kamen nach Einschätzung des WDR nicht besser weg als andere Anbieter. Und auch Inserenten in der ADAC-Clubzeitschrift Motorwelt bekommen keinen Bonus, obwohl das WDR-Team das eigentlich vermutet hatte. Dabei haben die WDR-Rechercheure aber nicht ganz genau hingeschaut. Sie stellten einen Autoreifentest in der ADAC-Motorwelt (mit Anzeigen) dem in der Zeitschrift Test (ohne Anzeigen) gegenüber und merkten nicht, dass es sich ausgerechnet dabei um ein Gemeinschaftswerk von ADAC und Stiftung Warentest mit identischem Ergebnis handelte. Auch hier also kein Makel.

Beeindruckende Bilder: So sieht München vom ADAC-Turm aus

Das ADAC-Hochhaus vom Westpark aus gesehen. © Markus Götzfried
tz-Reporter Johannes Welte genoss schon das Panorama auf dem Dach © Markus Götzfried
NORDEN: 1.) Das 146 Meter hohe Uptown-Hochhaus, in dem o2 residiert 2.) Olympiaturm (291 Meter) und das Mercedes-Hochhaus (68 Meter) 3.) Die Astallerstraße im Westend © Markus Götzfried
NORDOSTEN: 1.) Die Pfarrkirche St. Rupert am Gollierplatz 2.) Das Hochhaus des Bayerischen Rundfunks an der Arnulfstraße 3.) Die Kreuzung Trappentreustraße/Gollierstraße © Markus Götzfried
OSTEN: 1.) Die Frauenkirche, direkt davor St. Paul an der Theresienwiese 2.) Das Europäische Patentamt mit dem Turm des Deutschen Museums 3.) Der Alte Messeplatz © Markus Götzfried
SÜDOSTEN: 1.) Der Bavariapark an der Theresienwiese 2.) Die Heiligkreuz-Kirche am Giesinger Berg 3.) Die Gleise der S7 nach Wolfratshausen und der Oberlandbahn © Markus Götzfried
SÜDEN: 1.) Das 65 Meter hohe Hochhaus der Fraunhofer Gesellschaft 2.) Die Kreuzung Hansastraße/Garmischer Straße 3.) Das Heizkraftwerk Süd der Stadtwerke an der Brudermühlbrücke © Markus Götzfried
SÜDWESTEN: 1.) Die Rudi-Sedlmayer-Halle an der Garmischer Straße 2.) Der Alpenkamm mit der Zugspitze 3.) Der Westteil des Westparks mit den Schrebergärten © Markus Götzfried
WESTEN: 1.) Die Seniorenwohnanlage Westpark des Roten Kreuzes 2.) Die Dächer der Produktionsanlagen der Hofpfisterei 3.) Die Hansastraße. In diesem Bereich ist Prostitution erlaubt © Markus Götzfried
NORDWESTEN: 1.) Der Paketdom, das Logistikzentrum der Post an der Arnulfstraße 2.) Der Südring der Deutschen Bahn mit dem Gleis der S 7 3.) Die Barthstraße © Markus Götzfried
Hier sehen Sie weitere Fotos, die den ADAC-Turm zeigen bzw. von dessen Dach aus aufgenommen wurden. © Markus Götzfried
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Hier sehen Sie weitere Fotos, die den ADAC-Turm zeigen bzw. von dessen Dach aus aufgenommen wurden. © Markus Götzfried

Schlechte Noten für zwei Filialen

Als Arbeitgeber dagegen handelte sich der ADAC schlechte Noten ein. Dabei standen zwei Regionalstellen des Clubs im Rampenlicht. Nordbayern in Nürnberg und Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Laatzen. Bei den Franken ging es um sexuelle Belästigung durch eine Führungskraft, die für diese folgenlos blieb, während Mitarbeiter gekündigt wurden, die gegen die Übergriffe vorgingen. Im norddeutschen Fall ging es um Mobbing und die Behinderung von Betriebsräten. Als Arbeitgeber ist der ADAC „zweifelhaft“, so das Urteil. In beiden Fällen räumte die Münchner Zentrale des Autoclubs Probleme ein, sah sich aber nicht in der Lage, die eigenständig agierenden Regionalgliederungen an die kurze Leine zu nehmen.

Lobby-Arbeit erntet Kritik

Schlecht schnitt der ADAC im Markencheck auch wegen seiner Lobby-Arbeit ab. Der Club mit seinen 18,4 Millionen Mitgliedern hat enormen Einfluss, den er aber laut WDR nicht immer im Interesse seiner Mitglieder einsetzt. So setze sich der Club gegen eine Null-Promille Grenze für Autofahrer ein, obwohl nach einer Umfrage eine Mehrheit im ADAC für das totale Alkoholverbot plädiert.

Von Martin Prem

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