Neues Gerichtsurteil

Aktivierte Blitzer-App gilt als Radarwarner

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Benutzen Autofahrer eine Warn-App für Geschwindigkeitskontrollen, können Behörden ein Bußgeld von 75 Euro verhängen. Foto: Jens Büttner/dpa

Blitzerwarner sind im Auto verboten. Nicht nur Radarwarngeräte, sondern auch Smartphones mit entsprechender App. Wer sich nicht daran hält, muss blechen.

Eine aktivierte App auf dem Smartphone, die vor Blitzanlagen warnt, kann für Autofahrer teuer werden. Denn es droht ein Bußgeld von 75 Euro, wenn sie erwischt werden. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Rostock hervor, auf die der ADAC hinweist (Az.: 21 Ss OWi 38/17).

Smartphone-App gegen Blitzer: 75 Euro Bußgeld

Während einer Verkehrskontrolle entdeckte der Polizist bei einem Autofahrer ein Smartphone mit so einer aktivierten Blitzer-App in der Halterung. Eine Bußgeldforderung von 75 Euro folgte. Dagegen legte der Fahrer Einspruch ein. Seine Argumentation: Das Smartphone sei kein Gerät gemäß der Straßenverkehrsordnung (§ 23, Absatz 1b), das dafür bestimmt sei, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen.

Das sah das Gericht anders und wies die Klage ab. Denn im entsprechenden Paragrafen seien Radarwarn- oder Laserstörgeräte nur beispielhaft gemeint. Es reiche aus, wenn durch den Download einer solchen Software oder durch vorinstallierte Programme sowie deren Aktivierung das Gerät auch dazu bestimmt ist, vor Verkehrsüberwachungsmaßnahmen zu warnen. Der Autofahrer musste zahlen.

Auch interessant: Nicht immer ist das Handy am Steuer strafbar. Und: Ist nackt Auto fahren eigentlich verboten? 

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

dpa/tmn

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