Experten erklären die Lage

Vorsicht, Unwetter: Welche Gefahren bei Gewittern im Auto wirklich drohen

Unwetter im Anmarsch. Wie soll man sich bei Gewittern im Auto am besten verhalten? Der ADAC erklärt, worauf es ankommt.

Mit dem warmen Temperaturen kommt‘s derzeit in Bayern aktuell auch immer wieder zu (teils heftigen) Gewittern. Autofahrer haben es da deutlich einfacher als zum Beispiel Motorrad- oder Radfahrer, die den Unwettern ungleich stärker ausgesetzt sind. Der Blitz schlägt dem ADAC zufolge nur selten in Autos ein.

„Sollte der Blitz wirklich einmal einschlagen, wirkt die Karosserie als sogenannter Faradayscher Käfig“, heißt es auf ADAC.de. Der leite die elektrische Entladung um die Insassen herum. Aber aufgepasst, so die Experten: Im Innenraum sollte man nach dem Blitzeinschlag keine Metallteile berühren, die mit der Karosserie verbunden sind.

Als Parkplatz sollten sich Autofahrer keine erhöhten Punkte aussuchen, so ihr Rat – um einen Blitzschlag erst gar nicht zu provozieren. Fenster und Schiebedach sollte man zudem geschlossen halten und alle Antennen – soweit möglich – einfahren.

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Cabrio-Verdeck bei drohenden Gewittern schließen

Für Cabrio-Fahrer gilt: Ist ein Gewitter im Anmarsch, sollte man besser gleich das Verdeck schließen. Nicht nur, weil es regnen könnte. Die Konstruktion fast aller Verdecke weise Metallstangen auf, die die Ladung zusammen mit dem Rahmen der Frontscheibe, Überrollbügel und Mechanik des Verdecks ableiten.

Camping bei Gewitter: Klappdächer am Wohnmobil schließen

Camper sollten bei einem drohenden Gewitter offene Fenster, Türen und Klappdächer am Fahrzeug schließen und aufs Geschirrspülen oder Duschen verzichten. Hängt man an der Stromversorgung des Camping- oder Stellplatzes, sollte das Kabel vorübergehend abgezogen werden. „Außerdem keine metallischen Teile der Einrichtung anfassen und den Kopf aus dem Dachbereich raushalten“, heißt es weiter auf ADAC.de. „Sicheren Aufenthalt bietet in jedem Fall die Fahrerkabine.“

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Die größten Gefahren bei Gewittern im Straßenverkehr

Gefährlich bei Gewitter im Straßenverkehr seien vorrangig schlechte Sicht und Hagelschauer, Windböen und Aquaplaning, abgerissene Äste und andere Hindernisse auf der Fahrbahn.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul

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