Reisen statt rasen

Tempolimit auf Autobahnen: Darum lässt es die meisten Deutschen kalt

Im Hintergrund eine deutsche Autobahn, vorne ein Tempo-130-Verkehrsschild (Symbolbild)
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Stehen fast zwei Drittel der Deutschen einem Tempolimit von 130 km/h aufgeschlossen gegenüber? Eine aktuelle Studie behauptet es. (Symbolbild)

Vor der Wahl kocht die Diskussion um ein Tempolimit wieder hoch. Darum bleiben Autohersteller gelassen – und auch die meisten Deutschen dürfte das Thema kaltlassen.

Köln – Das hohe Tempo auf Deutschlands Autobahnen galt über Jahrzehnte als Verkaufsargument für die Autoindustrie: „Autobahn-getestet“ war das Schlagwort. Mittlerweile aber könnten sich sogar deutsche Autohersteller an ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen gewöhnen. Damit folgen sie dem Verhalten der Autofahrer. Die wollen nämlich offenbar gar nicht mehr so richtig schnell fahren – und tun es heute, bei empfohlenem Richttempo 130 km/h, auch schon nicht mehr. Das jedenfalls legt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nahe, über die 24auto.de berichtet.

Das Ergebnis widerlegt das Klischee vom rasenden deutschen Autofahrer deutlich: Auf Autobahn-Abschnitten ohne Tempolimit blieben 77 Prozent der gemessenen Autos unter 130 km/h, zwölf Prozent fuhren zwischen 130 und 140 km/h. Etwa neun Prozent hatten ein Tempo von 140 bis 160 km/h drauf – und weniger als zwei Prozent waren schneller als 160 km/h. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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