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Autofahren im Ausland: Bei Delikten drohen hohe Bußgelder

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Auto-Urlauber in Venedig sollten sich an diesen Hinweis halten. Foto: Jens Kalaene

Autofahrer müssen bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln häufig teuer bezahlen. Im Ausland kann es in manchen Fällen noch teurer werden. Angst um den Führerschein müssen Pkw-Fahrer nach einem Delikt im Ausland aber kaum haben.

Stuttgart (dpa/tmn) - Wenn deutsche Autofahrer im Ausland gegen Verkehrsregeln verstoßen, kann es teuer werden. Hier einige Beispiele aus dem europäischen Ausland:

In Großbritannien werden umgerechnet bis zu 7010 Euro fällig, wenn Autofahrer betrunken am Steuer erwischt werden. Das berichtet die Zeitschrift "Auto Straßenverkehr" (Heft 14/2015) unter Berufung auf Daten des ADAC. In Deutschland müssen Autofahrer hingegen mit 500 bis 3000 Euro Strafe rechnen, wenn sie alkoholisiert fahren.

Auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen drohen hohe Bußgelder. So müssen Autofahrer, die in Norwegen das vorgeschriebene Tempo um mehr als 50 km/h überschreiten, mindestens 940 Euro zahlen. In Deutschland startet das Bußgeld für ein derartiges Delikt bei 240 Euro, in Kroatien bei 660 Euro, in Spanien bei 600 Euro. Wer in Portugal mit dem Handy am Steuer gestoppt wird, zahlt ab 120 Euro, in den Niederlanden mindestens 230 Euro. In Deutschland müssen Autofahrer lediglich mit 60 Euro Strafe rechnen, wenn sie das Handy ohne Freisprechanlage nutzen.

Auch wenn es mehrere Monate dauern kann, bis ein Strafzettel aus dem Ausland ankommt, müssen Bußgelder aus EU-Mitgliedsländern beglichen werden, sofern sie mindestens 70 Euro betragen. Strafzettel aus Griechenland, Irland und Italien sind hingegen nicht bindend, weil diese Staaten das sogenannte Geldsanktionsgesetz nicht umgesetzt haben, das die Vollstreckbarkeit von Bußgeldern aus dem Ausland regelt. Laut der Zeitschrift "Auto Straßenverkehr" müssen Autofahrer in der Regel nicht um ihren Führerschein bangen, wenn sie im Ausland gegen Verkehrsregeln verstoßen. Den Führerschein entziehen können nur deutsche Behörden.

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