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Autofahren im Herbst: Diese fünf Gefahren sollten Sie nicht unterschätzen

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Fahrzeuge unter Herbstblaetter an einer Strasse in Frankfurt am Main.
Laub auf dem Auto ist im Herbst noch das geringste Problem für Autofahrer. © Heike Lyding/Imago

Im Herbst lauern auf Autofahrer einige ganze spezielle Gefahren, die man nicht aus dem Blick verlieren sollte.

Der Herbst hält einige Unannehmlichkeiten für Autofahrer bereit. Wer sich richtig auf Glätte, schwierige Sichtverhältnisse und loses Laub vorbereitet, kommt mit Sicherheit besser durch die dunkle Jahreszeit.

Autofahren im Herbst: Durchblick behalten

Im Herbst haben Autofahrer unter anderem mit schlechteren Sichtverhältnissen zu kämpfen, denn bei Dunkelheit, tiefstehender Sonne oder Nebel wird manches wichtige Detail leicht übersehen. Für eine gute Sicht empfiehlt sich deshalb gründliches Reinigen der Autoscheiben außen wie innen. Außerdem sollten das Wischwasser mit frostschutzsicherem Reiniger gefüllt sowie die Scheibenwischer überprüft werden. Sind die Wischergummis verschmutzt, kann es helfen, diese mit weicher Bürste und feuchtem Tuch zu säubern oder bei fortgeschrittenem Verschleiß zu tauschen. Auch wenn sie für viele ein Sommer-Accessoire ist: Idealerweise liegt in der Mittelkonsole eine Sonnenbrille griffbereit, denn aktuell wächst die Gefahr, dass man aufgrund der tieferstehenden Sonne stark geblendet wird. 

Sehhilfen sind im Herbst besonders wichtig

Apropos Brille: Nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Menschen kann sich die Sehstärke im Laufe der Zeit verändern. Spätestens in der dunklen Jahreszeit sind gute Augen oder eine gute Sehhilfe jedoch unverzichtbar. Wer sich bei abendlichen Fahrten unsicher fühlt oder dunkel gekleidete Fußgänger und Fahrradfahrer erst spät erkennt, sollte einen Spezialisten aufsuchen. Wie es um die Sehschärfe und die Sehfähigkeit in der Dämmerung sowie um die Blendempfindlichkeit bestellt ist, können Optiker oder Augenärzte schnell feststellen. Verkehrsexperten raten Autofahrern übrigens grundsätzlich dazu, alle zwei bis drei Jahre einen Sehtest durchzuführen.

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Autofahren im Herbst: Auf Funktionstüchtige Scheinwerfer achten

Für bessere Sicht vor allem in der Dunkelheit sorgen auch optimierte Scheinwerfer. Vor allem bei den weit verbreiteten Halogenleuchten, für die anders als für die meisten Xenon- und LED-Leuchten keine Reinigungsanlage vorgeschrieben ist, ist zum Beispiel eine regelmäßige Reinigung der Scheinwerfer sinnvoll. Beim Säubern sollten keine harten Schwämme und keine aggressiven Reinigungsmittel verwendet werden, sie könnten die Kunststoffscheiben erblinden lassen. Ebenfalls vor allem bei Halogenlicht wichtig: Das regelmäßige Überprüfen der Einstellung. Gerade im Herbst bieten viele Werkstätten kostenlose Checks und günstige Reparaturen an. Für ebenfalls relativ kleines Geld gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, Halogenscheinwerfer auf LED-Leuchten umzurüsten, die vom Gesetzgeber zugelassen sind.

Erhöhte Rutschgefahr im Herbst

Ist grundsätzlich für gute Sicht gesorgt, lässt sich auch die Straße entsprechend besser lesen. Dies ist besonders wichtig, da mit herbstlicher Witterung die Rutschgefahr durch heruntergefallene Blätter und Ackererde von Traktoren-Reifen steigt. Autofahrer sollten vor allem auf Landstraßen mit grob verschmutzten Stellen rechnen und diese besonders vorsichtig passieren. Ebenfalls zu häufig lokal begrenzter Rutschgefahr kann es aufgrund überfrierender Nässe kommen. Fallen die Temperaturen auf niedriges einstelliges Niveau, sollte man stets auf feuchte und möglicherweise vereiste Stellen auf der Straße achten. Generell sind deshalb in der Schlechtwetterperiode Winterreifen die bessere Wahl, auch wenn es noch nicht schneit.

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Vermehrt Wildtiere auf Straßen

Gefahr droht im Herbst auch verstärkt von Wildtieren. Spätestens wenn die Zeitumstellung vollzogen ist, fällt der Berufsverkehr wieder in die Zeit von Sonnenauf- und -untergang. Damit erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen, denn Rehe, Hirsche und Wildschweine sind um diese Zeit auf Nahrungssuche oder kehren in ihre Ruhezonen zurück und überqueren dabei Straßen. Nicht nur bei der Durchfahrt von Wäldern ist daher Vorsicht geboten, sondern auch auf Straßen entlang von Feldern und Wiesen. Taucht ein einzelnes Reh oder Wildschwein auf, muss man damit rechnen, dass weitere Tiere aus dem Rudel folgen. Droht eine Kollision, ist Ausweichen oft die gefährlichste Reaktion. Im Zweifel ist der kontrollierte Zusammenstoß vorzuziehen, bei dem das Tier möglichst frontal getroffen werden sollte. (Mario Hommen/SP-X)

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