Spritpreise schwanken im Tagesverlauf

Wann Autofahrer am günstigsten tanken

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Gegen 18.00 Uhr sind die Spritpreise meist auf dem Tiefstand. Im Tagesverlauf können Autofahrer dann bis zu 15 Cent je Liter sparen. Foto: Christoph Schmidt

Essen - Spritpreise schwanken im Tagesverlauf. Eine Untersuchung hat nun herausgefunden, wann Autofahrer das Tanken am wenigsten kostet: gegen 18.00 Uhr. Bis zur Nacht steigt der Benzinpreis allerdings wieder kräftig an.

Gegen 18.00 Uhr tanken Autofahrer nach einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) am günstigsten. Im Tagesverlauf seien Einsparungen von bis zu 15 Cent je Liter möglich, berichtete RWI-Forscher Manuel Frondel in Essen.

Nach dem Tiefstand am frühen Abend sei bis etwa 23.00 Uhr ein relativ starker Preisanstieg zu beobachten. Es folge ein weitgehend unverändertes Preisniveau im Laufe der Nacht, bis dann ab etwa 5.00 Uhr in den Morgenstunden wieder sinkende Preise zu beobachten seien.

Für ihre Untersuchung hatten die RWI-Forscher die an die sogenannte Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt gemeldeten Preise von über 14 000 deutschen Tankstellen zwischen Mai 2014 und August 2015 ausgewertet. Hinweise für außergewöhnlich hohe Kraftstoffpreise rund um die Sommerferien in den einzelnen Bundesländern habe man dagegen nicht gefunden, sagte Frondel.

Hintergrund der relativ hohen Kraftstoffpreise in der Nacht sei eine Verknappung des Angebots, da nicht alle Tankstellen rund um die Uhr geöffnet seien. Die verbliebenen Betreiber müssten zudem über mögliche Nachtzuschläge auch höhere Personalkosten tragen.

Die Abwärtsspirale setze dann in den Morgenstunden im ständigen Kampf um höhere Marktanteile immer wieder ein. Klare Preisunterschiede seien zudem zwischen ländlichen und städtischen Regionen zu beobachten. Nicht alle Autofahrer richteten ihr Tankverhalten jedoch nach diesem immer wiederkehrenden Muster aus. "Die Leute tanken dann, wenn es in den Tagesablauf passt", so Frondel.

Mitteilung RWI

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