Tipps vom Technikexperten

Batterie ist Pannengrund Nummer eins

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Noch genug Spannung? Autobesitzer sollten die Batterie regelmäßig prüfen lassen, bevor sie während der Fahrt schlapp macht.

Rund vier Millionen Mal sind die Pannenhelfer des ADAC im vergangenen Jahr ausgerückt. Bei den meisten Einsätzen war die Batterie die Ursache. Wie können Autofahrer vorbeugen?

Die Autobatterie ist laut ADAC Pannenursache Nummer eins - vorbeugen können Autofahrer, indem sie regelmäßig nachladen.

"Wer merkt, dass sein Auto schlechter anspringt, sollte nachladen, die Batterie prüfen lassen und bei Bedarf austauschen", rät Heiko Wolframm vom ADAC. Dessen Pannenhelfer sind im vergangenen Jahr knapp vier Millionen Mal ausgerückt - Probleme mit der Autobatterie waren der Haupteinsatzgrund.

"Nicht schaden kann es, die Batterie einmal im Monat nachzuladen", sagt Wolframm. Zu empfehlen seien dazu moderne elektronische Ladegeräte. "Gute Ladegeräte kosten circa 80 Euro." Der Vorgang dauert über Nacht und wird elektronisch überwacht. Wer nicht selbst oder bei Bekannten über ein Batterieladegerät und Garagenplatz mit Steckdose verfügt, könne dies auch von einer Fachwerkstatt machen lassen.

"Kleine Batterien starten bei circa 50 bis 60 Euro, große kosten bis zu 200 Euro", sagt der Technikexperte. "Dabei ist darauf zu achten, welche Größe und Typ das Auto braucht." Wie lange eine Batterie hält, hängt stark von ihren Einsatzbedingungen ab. "Doch meist halten günstigere Batterien nicht so lange wie die der Erstausrüster, die schon mal vier bis sechs Jahre schaffen können." Batteriekräfte kann man schonen, wenn elektrische Verbraucher wie das Gebläse herunter- oder ausgeschaltet werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Auch das Vermeiden von Kurzstrecken hilft der Batterie.

Batterie streikt: So klappts mit der Starthilfe

Starthilfe
So klappts mit der Starthilfe, wenn die Batterie streikt. Bevor es los geht sollten Sie folgendes beachten: Beide Batterien müssen die gleiche Spannung haben. Entladene Batterien nicht vom Bordnetz trennen. Zwischen den Fahrzeugen keinen Karosseriekontakt herstellen. © GTÜ
Starthilfe
1. Die Klemme des roten Kabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie. © GTÜ
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2. Anderes Ende des roten Kabels an den Pluspol der Strom spendenden Batterie. © GTÜ
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3. Schwarze Kabelzange an den Minuspol (–) der Strom gebenden Batterie. © GTÜ
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4. Anderes Ende des schwarzen Kabels an Motor- oder Karosseriemasse (meist stabile Metall-Lasche) und NICHT an den Minuspol der entladenen Batterie anklemmen, denn explosive Gase könnten sich hier durch Funkenschlag entzünden. © GTÜ
Starthilfe Auto Batterie
5. Kabel in umgekehrter Reihenfolge abklemmen. © GTÜ

dpa/tmn

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