Testfahrt

Ab in die Berge: Erfahrungen mit den BMW-Neuheiten R 1250 R und R 1250 RS

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Die BMW-Neuheiten BMW R 1250 R und BMW R1250 RS (s. Bild) zeigen in den Bergen, was sie können.

Bei einer Tour durch die Alpen konnten wir die BMW-Neuheiten R 1250 R und R 1250 RS kennen lernen - so fahren sich die beiden letzten Modelle der Boxer-Reihe.

Nachdem der Dauerbrenner GS sowie der Tourer RT bereits im Herbst 2018 mit dem neuen Shift-Cam-Motor ausgestattet wurden, präsentierte BMW nun die beiden letzten Modelle der Boxer-Baureihe, die mit dem neuen Aggregat ausgestattet wurden: R 1250 R und R 1250 RS. Wir konnten beide Neuheiten bei einer Tour durch die Alpen kennenlernen.

BMW R 1250 R und R 1250 RS: So stark sind die neuen Motoren

Die Motoren mit nunmehr 1254 Kubikzentimetern Hubraum leisten nun auch in den beiden Neuen je 136 PS (gegenüber dem Vorgängermodell ein Plus von elf PS) und besitzen ein maximales Drehmoment von 143 Nm (bisher: 125 Nm). Also gibt es mehr Power und mehr Durchzug. Die Vorzüge der Shift-Cam-Technologie kommen auch hier zur Geltung: optimale Leistungsabgabe in jedem Drehzahlbereich, dazu ein sauber schaltbares Getriebe, das bereits direkt nach dem Start exaktes und leichtgängiges Schalten gewährleistet.

Die neue Ausstattung

Die R 1250 R bekam neben dem neuen Herzen auch quasi neue Augen: ein LED-Tagfahrlicht (das kostet allerdings 105 Euro extra). Serienmäßig hat die Roadster nun die zwei Fahrmodi Rain und Road an Bord, ebenso das TFT-Farbdisplay im Cockpit, eine automatische Stabilitätskontrolle ASC und den Anfahrassistent Hill Start Control. Die beruhigende und effektive Wirkung von Letzterem konnten wir bei ausgiebigen Fahrten in den Alpen erproben und schätzen lernen.

Der Anfahrassistent Hill Start Control hat besonders bei ausgiebigen Fahrten in den Bergen eine beruhigende Wirkung.

Fahren über Alpenpässe

Seine Stärke zeigte dort auf diversen Passauf- und Abfahrten auch der Motor, der aus der 239 Kilogramm schweren Roadster einen echten Kurvenräuber macht. Die R ist dank breiterem Lenker wendig und handlich, die notwendigen Komponenten (Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie) passen bestens zusammen, so dass ein Paket geschnürt ist, das ideal fürs Kurvenfahren ist und süchtig nach Serpentinen macht.

Erfahren Sie auch: Dynamisch in der Mitte: BMW C 400 X.

BMW: Das kosten R und RS

Basispreis für die R 1250 R sind 13.750 Euro. Mit diversen Ausstattungspaketen lässt der sich aber locker auf deutlich über 15.000 Euro steigern. In ähnlichen Preisregionen bewegt man sich bei der R 1250 RS: Das Basismodell kostet 14.400 Euro, Ausstattungspakete (Comfort, Dynamik, Touren) verteuern das Bike aber um rund 3.000 Euro.

Passend dazu: Mehr Allrounder geht nicht: BMW R 1250 GS.

So fährt sich die RS

Erwartungsgemäß hat der neue Motor auch in der 243 Kilogramm schweren RS keinerlei Probleme, das Bike flott zu beschleunigen und in jeder Lebenslage mehr als genug Kraft zur Verfügung zu stellen – außer vielleicht bei der Autobahnhatz, wo bei gut 230 km/h Schluss ist. Was aber beileibe reicht.

Die BMW R 1250 RS beschleunigt flott.

 

Neben dem neuen Motor erhielt die RS unter anderem ein neues TFT-Display sowie ebenfalls LED-Licht – aber serienmäßig. Wegen des geänderten Scheinwerfers war es notwendig, auch die Verkleidung komplett neu zu gestalten, so dass der Facelift auch optisch umfangreicher als üblich ausfiel. Und weil man schon dabei war, wurden bei beiden Modellen auch die technischen Features und die Assistenzsysteme auch gleich auf den neuesten Stand gebracht.

BMW R 1250 R und R 1250 RS: Sehr niedriger Verbrauch

Der Verbrauch bei der RS lag nach durchaus ambitionierter Fahrt in den Alpen laut Bordcomputer bei 4,9 Litern auf 100 Kilometer. Bei der R war es ein bisserl weniger (rund 4,6 Liter), was beide Modelle dank 18-Liter-Tank für lange Touren prädestiniert.

Und das ist gut so, denn am Lenker der beiden Boxer will man am liebsten noch eine Kurve und noch eine in Angriff nehmen, weil es gar so viel Spaß macht. Den dann doch irgendwann notwendigen Tankstopp absolviert man da eher widerwillig. Um mit umso mehr Freude darauf, anschließend wieder den nächsten Pass anzuvisieren.

Lesen Sie auch: Tradition und Moderne: Unterwegs mit der Triumph Scrambler 1200 XC.

Volker Pfau

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