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Bußgelder im Check: So haben sich die Geldstrafen im Vergleich zu 1990 verändert

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Das passiert im November - Höhere Bußgelder
Falschparker müssen sich auf zum Teil höhere Bußgelder einstellen. Höhere Geldstrafen gibt es künftig zum Beispiel für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. © Sven Hoppe/dpa (Archivbild)

Der Bußgeldkatalog ist im Laufe der Zeit immer umfassender geworden. Vier aktuelle Vergehen im Vergleich mit dem ersten bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog, der zum 1. Januar 1990 in Kraft trat.

Ab dem 9. November müssen Raser und Falschparker tiefer in die Tasche greifen. Denn der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen bei Regelverstößen im Straßenverkehr vor. Wer zum Beispiel künftig innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt 35 bald 70 Euro.

Höhere Bußgelder für Raser und Falschparker ab 9. November

Höhere Geldstrafen gibt es dann auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten: Parken in zweiter Reihe kostet künftig 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu: Eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. Mehr über die Änderungen erfahren Sie hier.

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Bußgelder im Kaufkraft-Check

Mit der beschlossenen Änderung kommen erneut Vergehen hinzu - und manche Sanktionen werden erhöht. Doch wie hoch sind diese eigentlich, wenn man die Kaufkraft einbezieht? Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schildert vier aktuelle Vergehen im Vergleich mit dem ersten bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog, der zum 1. Januar 1990 in Kraft trat:

Vier aktuelle Vergehen im Straßenverkehr im Vergleich zu früher

Alkohol am Steuer: Wer alkoholisiert Auto fährt, muss nicht nur viel Geld zahlen, sondern kann auch seinen Führerschein verlieren. Ein erstmaliger Verstoß gegen die Grenze von 0,5 Promille kostet derzeit 500 Euro. Wenn unter Alkoholeinfluss dazu der Verkehr gefährdet wird, gilt eine Grenze von 0,3 Promille, und der Führerschein wird entzogen. Im Vergleich zu 1990 wurde diese Regel verschärft: Damals lag die Grenze noch bei 0,8 Promille. Beim ersten Verstoß waren 500 DM fällig, umgerechnet also 420 Euro.

Lesen Sie hier: Dürfen Autos oder Motorräder in der Fahrradstraße fahren?

Zebrastreifen: Wer 1990 an einem Fußgängerüberweg das Überqueren der Fahrbahn nicht ermöglichte und erwischt wurde, war 100 DM ärmer. Die Kaufkraft berücksichtigt, waren das umgerechnet 84 Euro. Das ist etwas mehr als die 80 Euro, die heute für das gleiche Vergehen gezahlt werden müssen. Damals wurde im Gesetz nicht hinsichtlich der «Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer» unterschieden. Wenn das heute dazu kommt, sind 100 Euro fällig.

Rote Ampel: Deutlich teurer ist das Überfahren einer roten Ampel geworden. 1990 wurden für „rotes Dauerlichtzeichen nicht befolgt“ 100 DM verlangt - umgerechnet also 84 Euro. Heute wird der Verstoß differenzierter und nicht nur vom Bußgeld her stärker geahndet: Wer über die Ampel fährt, wenn diese länger als eine Sekunde auf Rot steht, zahlt 200 Euro und muss den Führerschein einen Monat abgeben, bei einer Gefährdung anderer sind es 320 und bei verursachtem Sachschaden 360 Euro.

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Hauptuntersuchung: Außer Neuwagen müssen Autos alle zwei Jahre bei einer Hauptuntersuchung überprüft werden, ob sie noch am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. 1990 kostete eine mehr als achtmonatige Überziehung des Datums an der Plakette 80 DM - also etwa 67 Euro. Damit ist das identische Vergehen heute sogar preiswerter: Wer so lange überzieht, muss gerade 60 Euro bezahlen. Dafür gibt es aber zusätzlich einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. (dpa/ahu)

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