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Neuer Bußgeldkatalog: Ab sofort gelten höhere Geldstrafen für Temposünder und Falschparker

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Höhere Geldstrafen gibt es von nun an nicht nur für Temposünder. Auch wer zum Beispiel verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parkt, wird härter bestraft.

Raser* und Falschparker müssen seit dem 9. November tiefer in die Tasche greifen. Wie das Bundesverkehrsministerium auf dpa-Anfrage im Oktober mitteilte, treten die geplanten Änderungen der Bußgeldkatalog-Verordnung nun in Kraft.

Tempolimit missachtet? Höhere Bußgelder seit 9. November

Radarkontrolle
Geblitzt worden? Für Raser wird es teurer. (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa

Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen bei Regelverstößen im Straßenverkehr vor. Wer beispielsweise künftig innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Radfahrer und Fußgänger sollen außerdem besser geschützt werden.

Auch verbotswidriges Parken auf Rad- und Gehwegen wird härter bestraft

Höhere Geldstrafen gibt es künftig auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet Parken in zweiter Reihe künftig 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. Dagegen sollen Fahrverbotsregeln und die Regelungen zu Punkten in Flensburg bei zu schnellem Fahren unverändert bleiben.

Mehr darüber, in welchen Fällen künftig welches Bußgeld fällig ist, erfahren Sie hier.

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Neuer Bußgeldkatalog Ergebnis langer Verhandlungen

Dem neuen Bußgeldkatalog vorausgegangen waren lange Verhandlungen zwischen Bund und Ländern. Wegen eines Formfehlers waren verschärfte Bußgeldregeln in der neuen Straßenverkehrsordnung im vergangenen Jahr außer Vollzug gesetzt worden. Daraufhin entzündete sich ein politischer Streit vor allem um eigentlich geplante härtere Fahrverbotsregeln bei zu schnellem Fahren - die nun aber nicht kommen. Stattdessen einigten sich Bund und Länder darauf, Bußgelder zu erhöhen. Der Bundesrat hatte den Verschärfungen am 8. Oktober einstimmig zugestimmt. (dpa/ahu) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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