Härtere Strafen

Neuer Bußgeldkatalog: So teuer wird es künftig für Verkehrssünder

Eine Radarfalle löst aus
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Wer innerorts 16 oder 20 Stundenkilometer (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro.

Lange wurde darum gerungen – nun steht der neue Bußgeldkatalog fest. Einige Verstöße gegen die StVO werden in Zukunft richtig teuer.

Berlin – Das monatelange Tauziehen hat ein Ende: Die Verkehrsminister von Bund und Ländern haben sich überraschend auf einen neuen Bußgeldkatalog geeinigt. Der sieht in vielen Punkten massive Anhebungen der Bußgelder für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor – Verkehrssündern stehen also schwere Zeiten bevor. Die Einigung wurde bei der Verkehrsministerkonferenz (VMK) unter dem Vorsitz Bremens verkündet. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach von einem „Riesendurchbruch“ und einem fairen Kompromiss. Wann die Regelungen in Kraft treten, ist auch aufgrund technischer Fragen noch nicht ganz klar. Am 17. September soll sich der Bundesrat mit dem Thema befassen.

Die umstrittene Verschärfung für die Fahrverbote ist zwar vom Tisch: „Es geht an den Geldbeutel, aber nicht an den Führerschein. Die Verhältnismäßigkeit ist gewahrt“, sagte Andreas Scheuer. Dafür wurden die Bußgelder für Raser teils verdoppelt und zudem neue Tatbestände eingeführt, wie 24auto.de berichtet. Wer bei einem Stau keine Rettungsgasse bildet oder diese sogar selbst nutzt, muss künftig mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen. Autofahrer, die ihr Fahrzeug im allgemeinen Halte- oder Parkverbot abstellen, werden laut Katalog unter dem Scheibenwischer künftig ein Knöllchen von bis zu 55 Euro statt wie bisher bis zu 15 Euro finden. Schlechte Nachrichten auch für Raser: Wer innerorts 16 oder 20 Stundenkilometer (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt statt 35 bald 70 Euro. Je schneller, desto teurer: Autofahrer, die etwa mit 91 km/h statt der erlaubten 50 km/h durch die Stadt rasen, zahlen, wenn sie erwischt werden, 400 statt 200 Euro, und so weiter. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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