Urlaub 2021 in Sicht

Start der Camping-Saison: Wann und wo in Deutschland die Camping-Plätze wieder öffnen

Camping-Fans, aufgepasst: Viele Bundesländer haben bereits angekündigt, wann Camping-Urlaub 2021 nach der Corona-Pause unter Auflagen wieder möglich ist.

Was wird in diesem Jahr aus dem Camping-Urlaub? Das fragen sich in der Corona-Krise auch in diesem Jahr viele Deutsche, die zum Beispiel gerne mit dem Campingbus oder Wohnmobil* einen Urlaub in den wärmeren Monaten planen wollen. Sinkende Corona-Neuinfektionsraten schüren die Hoffnung auf Urlaub im Inland. So sind, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schilderte, beispielsweise in den Küsten-Bundesländern und im Süden vorsichtige Tourismus-Öffnungen in Sicht oder schon angelaufen. Andernorts werde es dagegen wohl noch etwas dauern. Eine Auswahl:

Urlaub im Corona-Jahr 2021 in Deutschland: Wann öffnen die ersten Camping-Plätze?

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Nach rund zweimonatiger Pause macht Schleswig-Holstein dpa zufolge ab 18. Mai einen Tourismus-Neustart unter Auflagen. Dazu gehören auch strenge Testvorgaben. Hotels und Ferienwohnungen stünden Urlaubern an Nord- und Ostsee dann wieder offen. Inseln und Halligen dürften wieder betreten werden, Restaurants ihre Gäste bekochen. Gaststätten müssten um 22 Uhr schließen. Pro Raum seien 50 Gäste erlaubt, Abstandsregeln müssten eingehalten werden. Hotels und Pensionen könnten am 18. Mai zwar mit voller Kapazität wieder öffnen, wie dpa schreibt. Allerdings müssten Gemeinschaftsräume sowie Schwimmbäder und Saunabereiche geschlossen bleiben. Auch die Freibäder blieben vorerst zu. Camping- und Wohnmobilstellplätze dürften aber wieder genutzt werden - soweit sich die Gäste völlig autark versorgen können. Toiletten werden geöffnet, Duschen und Gemeinschaftsräume nicht.

In Schleswig-Holstein war der Tourismus zwar schon am 19. April angelaufen - allerdings regional begrenzt, wie dpa schilderte: Mit strikten Vorgaben ging es in der Schleiregion um Schleswig und Kappeln sowie in Eckernförde los. Nordfriesland legte am 1. Mai los, Sylt und die anderen Inseln inklusive. Das Modellprojekt Lübecker Bucht ist am 8. Mai gestartet. So waren die Tourismusangebote in der inneren Lübecker Bucht seit Samstag wieder für Gäste geöffnet. Büsum in Dithmarschen als Modellprojekt starte zudem am 10. Mai. Voraussetzung für die Modellprojekte sind laut dpa, dass die Corona-Inzidenzen stabil unter der Marke von 100 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner bleiben; Gäste müssen mit frischem Negativ-Test kommen und diesen am Zielort binnen weniger Tage wiederholen.

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NIEDERSACHSEN: In Niedersachsen gibt es in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 eine Öffnung des Tourismus, wie dpa am 5. Mai schrieb - die solle allerdings bis mindestens Ende Mai auf Einwohner Niedersachsens beschränkt bleiben: Sie könnten dann wieder in Hotels und Ferienwohnungen genauso wie auf Campingplätzen einchecken, gekoppelt sei das an negative Schnelltests oder einen Impfnachweis. Über zwei Wochen hinweg solle zunächst geschaut werden, wie sich der Lockerungsschritt bewähre, sagte eine Regierungssprecherin am 5. Mai in Hannover dpa zufolge. Eine weitergehende Öffnung des Tourismus für Gäste jenseits des Landes könne dann in die nachfolgende Corona-Verordnung eingearbeitet werden, die vom 31. Mai an greift.

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MECKLENBURG-VORPOMMERN: Während in dem Nachbarbundesland Schleswig-Holstein vielerorts der Tourismus bereits geöffnet wird und Außengastronomie möglich ist, geht in Mecklenburg-Vorpommern trotz einer landesweiten Inzidenz unter 100 fast nichts. Aus anderen Bundesländern dürfen bislang nur vollständig geimpfte Menschen als Tagesausflügler nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen oder die eigene Ferienwohnung nutzen. Ansonsten sind nur Familienbesuche gestattet. Auch Einheimische dürfen keine touristischen Übernachtungen buchen. Nach wachsendem Druck für Öffnungen im Tourismus hat Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nun Entscheidungen angekündigt, wie dpa am 9. Mai berichtete. „Am Dienstag wird im Kabinett über weitere mögliche Öffnungsschritte beraten“, sagte er dpa zufolge. „Das Gute ist, dass die Fallzahlen weiter sinken. Wir sind allerdings noch nicht auf dem Niveau von Schleswig-Holstein.“ Bei allen Entscheidungen gehe es auch darum, die Sommersaison nicht zu gefährden. Was die angekündigten Entscheidungen für Camping-Fans bedeutet, bleibt abzuwarten.

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BAYERN: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am 4. Mai an, Urlaub im Freistaat zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder zu erlauben. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen dann, wie dpa schrieb, auch Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen.

HAMBURG: Anders sieht es in der Hansestadt aus: In Hamburg ist Tourismus weiter und auf unbestimmte Zeit unzulässig, berichtete dpa (Stand: 5. Mai). Der rot-grüne Senat mit Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) an der Spitze gilt als sehr streng bei der Umsetzung der Corona-Einschränkungen. Entsprechend seien auch Ferienwohnungen und Hotels für Privatreisende weiterhin geschlossen.

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BERLIN: Auch in der Bundeshauptstadt ist laut dpa (Stand: 5. Mai) noch nicht angekündigt, die Hotels bald zu öffnen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Auch Campingfans müssen sich also dort wohl noch gedulden. Aus Sicht des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) sei eine bundesweite Absprache zu Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien unverzichtbar. Wenn alles gut laufe, sollten touristische Angebote aber auch in Berlin zum Sommer hin wieder eine Rolle spielen, schrieb dpa weiter. Zu Pfingsten sei – genau wie in Brandenburg – in der Überlegung, die Außengastronomie zu öffnen.

BRANDENBURG: Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung will laut dpa in dieser Woche (ab dem 10. Mai) die Weichen für mögliche Öffnungen ab Pfingsten für Gaststätten und Tourismus im Freien stellen. „In Abhängigkeit der Entwicklung sollen ab der Pfingstwoche schrittweise Öffnungen im Außenbereich möglich werden. Ein genauer Stichtag kann dazu noch nicht genannt werden“, hatte Regierungssprecher Florian Engels am 5. Mai mitgeteilt. „Die Öffnungsschritte können zum Beispiel Gastronomie, Kultur, Sport und Tourismus unter freiem Himmel betreffen.“ Dies hatten die Parteien der Kenia-Koalition zuvor angekündigt. Weitere Details wie zum Beispiel zu Camping könnten zunächst noch nicht benannt werden, hatte der Regierungssprecher laut dpa am 5. Mai gesagt. Sie sollten aber so früh wie möglich kommuniziert werden, damit sich alle Beteiligten optimal vorbereiten könnten, hieß es.

BADEN-WÜRTTEMBERG: Angesichts einer leicht sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz hatte die Landesregierung im Baden-Württemberg, wie dpa am 5. Mai berichtete, nur vorsichtig Hoffnung auf geöffnete Biergärten und Hotelbereiche in den Pfingstferien in weniger belasteten Regionen gemacht. Er könne sich vorstellen, dass dies an Pfingsten in Städten und Kreisen möglich sei, in denen Corona-Infektionszahlen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen niedrig seien, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) laut dpa gesagt und das geringere Ansteckungsrisiko im Freien betont. Verbunden seien denkbare Lockerungen dann mit entsprechender Teststrategie und der Vorlage des Impfausweises für vollständig Geimpfte. Eine konkrete Perspektive für alle Campingfans gibt es offenbar noch nicht.

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SACHSEN: Camping, Freiluft-Theater oder ein Besuch im Biergarten: Sachsens stellt dpa zufolge den Bürgern im Freistaat bei sinkenden Corona-Zahlen mehr Freiheiten in Aussicht. Dafür hat die Landesregierung eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen, die ab dem 10. Mai bis zunächst Ende Mai gilt. So soll es Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und auch beim Tourismus geben. Die Regeln der neuen Verordnung greifen allerdings nur dort, wo die Bundes-Notbremse nicht mehr gilt: In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen unter 100 Fällen pro 100 000 Einwohnern liegt. Davon seien die meisten Regionen in Sachsen noch ein ganzes Stück entfernt - bis auf die beiden Großstädte Dresden und Leipzig, berichtete dpa am 9. Mai.

SACHSEN-ANHALT: Pünktlich zu den Pfingstferien ermöglicht Sachsen-Anhalt in Kreisen mit relativ wenigen Corona-Infektionen Öffnungen nicht nur in den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel und Kultur - sondern auch beim Tourismus. Dort sollen auch Modellprojekte wieder erlaubt werden, wie dpa berichtet. Die Landesregierung stellte demnach am 7. Mai eine entsprechende neue Corona-Landesverordnung vor, die bereits am 8. Mai in Kraft treten sollte. Die neue Landesverordnung solle Angebote des „autarken Tourismus“ möglich machen: Also Reiseziele, an denen sich die Reisenden selbst verpflegen können. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nannte als Beispiele Campingplätze und Ferienwohnungen. Dort dürfen zwei Haushalte gemeinsam Urlaub machen, wie dpa ebenfalls schrieb. Die neue Verordnung solle zunächst bis zum 24 Mai gelten. In zwei Wochen wolle die Landesregierung sie durch eine neue ersetzen.

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Thüringen: Bei stabilen Werten unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sollen in Thüringen künftig wieder Besuche im Biergarten und bestimmte Formen des Tourismus möglich sein. Die neuen Regeln sollten am 6. Mai in Kraft treten, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) nach einer Kabinettssitzung am 4. Mai dpa zufolge ankündigt hatte. Die geplante Verordnung sehe automatische Öffnungsschritte unter anderem im Bereich der Außengastronomie, beim Camping, der Buchung von Ferienhäusern und körpernahen Dienstleistungen vor. „Zusätzlich können die Gebietskörperschaften weitere Regelungen treffen, entsprechend dem Stufenplan.“ Voraussetzung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 100 liege. Wochenenden werden dabei nicht mitgezählt, unterbrechen die Zählung aber auch nicht. (ahu) *tz. de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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