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Kann ich mein Auto derzeit in der Werkstatt reparieren lassen?

Coronavirus: Kann ich mein Auto noch in der Werkstatt reparieren lassen?
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Während der Coronakrise arbeiten Autowerkstätten unter einschränkenden Bedingungen.

Der stationäre Neuwagenverkauf ist Autohäusern verboten, der Werkstattbetrieb läuft meist nur mit Einschränkungen. Was Autofahrer wissen sollten.

  • Autos reparieren lassen oder zu kaufen ist grundsätzlich möglich.
  • Allerdings gelten besondere Regelungen.
  • Mit Verzögerungen ist überall zu rechnen.

Kfz-Werkstätten dürften grundsätzlich weiterarbeiten, der Verkaufsbetrieb in den Autohäusern ist jedoch verboten. Je nach Bundesland können die Regelungen im Detail aber voneinander abweichen. Der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) hat einen Leitfaden für seine Mitglieder veröffentlicht, der auch Kunden einen Überblick über die aktuelle Lage bietet. Eine Übersicht der wichtigsten Punkte.

Kann ich mein Auto reparieren lassen?

Wichtige Reparaturen sind bundesweit erlaubt. Was genau darunter fällt, kann aber je nach Region abweichen. Autofahrer* sollten daher im Zweifel bei der Werkstatt, der Kommune oder den zuständigen Behörden der Länder nachfragen. Überall gilt allerdings: Dienstleistungen dürfen nur unter Einhaltung des geltenden Mindestabstands von 1,50 Meter erbracht werden. Die Werkstatt muss Kontaktflächen regelmäßig reinigen, die allgemeinen Hygieneregeln sind einzuhalten. Mitarbeiter und Kunden sollten nicht gleichzeitig in einem Fahrzeug sitzen.

Wie sieht es mit Schönheitsreparaturen oder einem Reifenwechsel aus?

In einigen Bundesländern darf die eigene Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen werden. Ein Reifenwechsel zählt laut ADAC und RÜV Rheinland nicht überall zwingend dazu. Auch Schönheitsreparaturen sind in einigen Regionen möglicherweise untersagt. Im Zweifel sollten Autofahrer bei ihrer Werkstatt nachfragen, welche Arbeiten aktuell erlaubt und vor Ort möglich sind.

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Kann ich im Autohaus noch einen Neuwagen kaufen?

Nein. Reine Handelsbetriebe sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Bei Betrieben mit gemeinsamem Handels- und Werkstattbetrieb an einem Standort muss der Handelsbereich für den Publikumsverkehr gesperrt sein. Gibt es keine bauliche Trennung, muss der Verkaufsraum durch Absperrungen oder Schilder sichtbar abgegrenzt sein. Offene Ausstellungsflächen im Außenbereich dürfen von Kunden hingegen weiterhin betreten werden, ein Verkauf ist dort aber auch untersagt. Interessenten können die Fahrzeuge allerdings durchaus in Augenschein nehmen und sie anschließend online kaufen*.

Sind Probefahrten erlaubt?

Dazu gibt es laut ZDK regional unterschiedliche Regeln. Interessenten sollten beim Händler nachfragen.

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Ist die Übernahme eines gekauften Autos noch möglich?

Die Übergabe ist grundsätzlich zulässig, allerdings gelten auch dabei die Abstandsregeln. Die meisten Autohäuser dürften mittlerweile einen Weg gefunden haben, Schlüssel und Papiere ohne direkten Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde auszuhändigen.

Dürfen Ersatzteile verkauft werden?

Auch Ersatz- und Verschleißteile, die nicht direkt von der Werkstatt eingebaut werden, dürften nach Einschätzung des ZDK in der Regel weiterhin verkauft werden. Zumindest dann, wenn der Verkauf nicht örtlich im für den Publikumsverkehr geschlossenen Teil des Betriebs erfolgt. Diese Regelung soll verhindern, dass Autos in schlechtem Sicherheitszustand auf den Straßen unterwegs sind, etwa mit rissigen Wischerblättern oder defekten Leuchten.

Ist ein Hol- und Bringservice der Werkstatt erlaubt?

Ja. Die Kunden sollten allerdings aus Höflichkeit darauf achten, ein möglichst sauberes Fahrzeug zu übergeben.

Bekomme ich einen Werkstattersatzwagen?

Auch das ist rechtlich ohne weiteres möglich.

Muss ich mit Verzögerungen bei der Reparatur rechnen?

Die meisten Betriebe arbeiten zwar aktuell, allerdings unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Und auch der Personalstand dürfte teilweise ausgedünnt sein. Längere Wartezeiten als üblich sind also nicht unwahrscheinlich. Wer schon vor Beginn der Coronakrise eine Reparatur veranlasst hat, muss unter Umständen ebenfalls länger auf sein Fahrzeug warten. Wurde ein verbindlicher Termin vereinbart oder dauern die Arbeiten ungewöhnlich lange, kann die Werkstatt sich nach Einschätzung des ZDK in vielen Fällen auf „höhere Gewalt“ berufen. Wurde das Fahrzeug vor Ausbruch der Krise und Bekanntwerden der Folgen für den einzelnen Betrieb angenommen, gilt das wohl eher nicht.

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Holger Holzer/SP-X

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