Dienstwagen des Bundestags klimaschädlicher als erlaubt

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SPD-Chef Sigmar Gabriel (damals noch Bundesumweltminister) steigt im Jahr 2007 aus seinem Audi-Dienstwagen.

Berlin - Die meisten Dienstwagen der Bundestagsabgeordneten stoßen mehr klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) aus, als vom Parlament zugelassen.

Nach Recherchen der Nachrichtenagentur dapd überschreitet mehr als ein Drittel des bundestagseigenen Fuhrparks den Grenzwert von 140 Gramm je Kilometer. Ein externer Dienstleister, der zusätzlich zum Fuhrpark den überwiegenden Teil der Dienstfahrten übernimmt, hält den Grenzwert mit keinem einzigen seiner rund 150 Wagen ein. Die Bundestagsverwaltung teilte auf dapd-Anfrage mit, die Verantwortung dafür trage Mercedes-Benz. Der Hersteller habe die CO2-Werte nach oben korrigiert, nachdem die Wagen bestellt wurden.

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Mercedes-Benz wies dies zurück und legte Preislisten aus dem Jahr 2009 vor, auf der die höheren Werte angegeben sind. Im April 2009 hatte der Ältestenrat des Bundestags beschlossen, als Dienstwagen nur noch Fahrzeuge zu nutzen, die 140 Gramm CO2 nicht überschreiten. “Das Klima ist geschädigt, der Bundestag blamiert“, kommentierte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen).

dapd

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