Was Autofahrer darüber wissen sollten

Digitaler Führerschein in Deutschland ist gestartet: Was bedeutet die erste Stufe?

Digitaler Führerschein startet
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Schrittweise sollen die Funktionen des digitalen Führerscheins nun weiter ausgebaut werden - bis hin zur vollwertigen Gleichstellung mit dem klassischen Kartenführerschein.

Autofahrer in Deutschland können künftig eine digitale Variante ihres Führerscheins erstellen und diese auf ihrem Smartphone speichern. Ein wirklicher Ersatz?

Ja, es ist bald soweit: Autofahrer hierzulande können künftig eine digitale Variante ihres Führerscheins erstellen und diese auf ihrem Smartphone speichern. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa, Stand: 23. September). Wie das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag in Berlin dpa zufolge weiter mitteilte, handelt es sich um eine erste Stufe. Benötigt werde ein modernes Smartphone sowie ein aktueller Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion.

Digitaler Führerschein in Deutschland gestartet – mit erster Stufe

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erklärte dem Bericht zufolge, die Technik stehe, jetzt gehe es in die Anwendungen. „Der digitale Führerschein hat das Potenzial, den Alltag von Autofahrern deutlich zu erleichtern.“ So könne eine aufwendige Video-Überprüfung des Führerscheins etwa für Car-Sharing oder bei Mietwagen-Anbietern überflüssig werden.

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Digitaler Führerschein: Baldiger Einsatz möglich?

Derzeit werde mit BMW und Sixt an Anwendungen zum Einsatz des digitalen Führerscheins gearbeitet, die in den kommenden Monaten eingesetzt werden könnten. „Parallel dazu arbeiten wir auf EU-Ebene daran, dass der digitale Führerschein auch als offizieller Nachweis der Fahrerlaubnis zum Beispiel in Polizeikontrollen anerkannt wird“, erklärte der Minister laut dpa.

So soll‘s funktionieren: Autofahrer mit einem EU-Kartenführerschein aus Deutschland müssen sich zunächst die App „ID Wallet“ auf ihr Smartphone herunterladen. Zur Übertragung des Führerscheins auf das Handy wird dann aber gar nicht die Fahrerlaubnis benötigt, sondern der moderne Personalausweis („ePerso“). Dieser muss für eine Online-Nutzung freigeschaltet sein. Außerdem müssen die Anwender ihre Geheimzahl kennen, die bei der Übergabe des Ausweisdokuments festgelegt wurde. Mit dem „ePerso“ wird dann in der App eine Abfrage an das Kraftfahrtbundesamt gestartet und damit der digitale Führerschein auf das Smartphone übertragen.

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Digitaler Führerschein noch kein vollwertiger Ersatz

Noch brauchen Autofahrer allerdings Geduld: In den Nutzungsbedingungen weist das Kraftfahrtbundesamt darauf hin, dass der digitale Führerschein derzeit kein vollwertiger Ersatz für das tatsächlich Ausweisdokument sei – es fehle noch die rechtliche Grundlage, heißt es weiter in dem dpa-Bericht. Nicht übertragen werden können alte Führerscheine aus Papier, also die alten „Lappen“. Das Ministerium betonte , man arbeite auf EU-Ebene daran, dass der digitale Führerschein auch als offizieller Nachweis der Fahrerlaubnis zum Beispiel in Polizeikontrollen anerkannt werde.

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Praktisch: In der „ID Wallet“ kann man auch den Personalausweis selbst hinterlegen. Damit soll beispielsweise ermöglicht werden, dass Hotels ihren Gästen ein kontaktloses Check-in anbieten können, ohne dass die Kunden zur Feststellung ihrer Identität an der Rezeption vorbeischauen müssen. Das Smartphone würde in diesem Szenario auch als digitaler Schlüssel dienen, um das Hotelzimmer öffnen zu können. Seit Mitte Mai läuft dazu ein Pilotprojekt der Bundesregierung mit der Deutschen Bahn, der Lufthansa, Bosch und BWI, dem IT-Dienstleister der Bundeswehr. (ahu)

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