Autogipfel

E-Autos: Neue Regeln für Käufer – bis zu 11.000 Euro Prämien möglich

Die neuen Volkswagen-Elektroautos ID.3 und ID.4 stehen auf einer Transportplattform in einem Wolfsburger Autoturm.
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Die neuen Volkswagen-Elektroautos ID.3 und ID.4 stehen auf einer Transportplattform in einem Wolfsburger Autoturm.

Beim Autogipfel der Bundesregierung wurden einige wichtige Entscheidungen gefällt. Die wichtigsten Ergebnisse rund um die elektrische Zukunft finden Sie hier.

Wie geht es weiter mit den Kaufprämien für Elektroautos*? Um diese und weitere Fragen zur Autoindustrie im Allgemeinen zu beantworten, traf sich die Bundesregierung zu einem Autogipfel. Weitere drei Milliarden Euro, also nun insgesamt fünf Milliarden Euro an Unterstützungsgeldern für die Autoindustrie, wurden beschlossen. Davon profitieren auch künftige Käufer von Elektroautos.

Elektroautos: Kauf mit Prämien geht weiter

Die hohe Unterstützung für die Autoindustrie begründet Regierungssprecher Steffen Seibert der „Tagesschau“ zufolge mit den großen Herausforderungen, die der langfristige Strukturwandel mit sich bringe. Die letzten Jahre zeigen: Es geht voran. Branchenführer, wie zum Beispiel BMW mit seinem neuen elektrischen SUV BMW iX, brachten jüngst vielversprechende Elektroautos auf den Markt. Nun gehen die Prämien für den Kauf dieser Autos weiter. Bis Ende 2025 zahlt der Staat Autofahrern, die ein Elektroauto erwerben, bis zu 6.000 Euro an Zuschüssen. Allerdings ist diese Prämie gestaffelt: Nur Autos für einen Nettolistenpreis in Höhe von maximal 40.000 Euro erhalten die vollen 6.000 Euro an Prämien. Käufe von teureren Autos werden mit 5.000 Euro unterstützt.

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Auch Plug-in-Hybride werden weiter gefördert – mit einer Einschränkung

Die staatliche Förderung geht noch über die reinen Elektroautos hinaus: Auch Käufer von Plug-in-Hybriden, wie dem neuen Fiat 500 in der „Launch Edition“, erhalten Prämien – jedoch mit einer Einschränkung. Ab 2022 müssen die Plug-in-Hybride, um eine staatliche Förderung zu erhalten, mindestens 60 Kilometer Reichweite schaffen, ab 2025 mindestens 80 Kilometer. Die Prämie selbst ist schließlich grundsätzlich etwas geringer als bei Elektroautos, die Staffelung gleich: 4.500 Euro gibt es für Autos im Wert von bis zu 40.000 Euro, 3.750 Euro für teurere Autos. Ab 65.000 Euro Basispreis gibt es keine Prämie.

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Auch die Hersteller zahlen Prämien

Des Weiteren stocken auch die Automobilhersteller die staatlichen Prämien auf. Bis zu 5.000 Euro, abhängig von Hersteller und Marke, werden an Unterstützungsgeldern gezahlt. Heißt: Im Optimalfall erhält der Käufer eines neuen Elektroautos 11.000 Euro an Prämien. Zusätzlich gibt es von Herstellerseite aus noch immer mal wieder Rabatte – diese richten sich aber folglich an Autos aus dem teureren Segment. (fh) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Plug-in-Hybride: Saubere Sache oder Dreck am Stecker?

System von Bosch
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Bei einem System von Bosch lassen sich Ladestationen hinterlegen, die etwa an Restaurants gelegen sind oder wo es kostenloses Internet gibt. Foto: Ralf Grömminger/Bosch/dpa-tmn © Ralf Grömminger
Automatisch auf E-Betrieb
Feldversuch: Dieser Jeep schaltet automatisch auf E-Betrieb um, sobald er eine gewisse Zone in der Stadt erreicht hat. Foto: FCA Group/dpa-tmn © FCA Group
App von BMW
Digitale Rabattmarken: Bei einer App von BMW lassen sich pro elektrisch zurückgelegtem Kilometer Punkte sammeln. Foto: BMW AG/dpa-tmn © BMW AG
eDriver Trainer
Motivationstraining auf vier Rädern: ZF will Plug-in-Fahrer mit dem eDriver Trainer dazu animieren, ihr Fahrzeug in erster Linie rein elektrisch zu fahren. Foto: Christoph Schmidt/ZF Friedrichshafen/dpa-tmn © Christoph Schmidt
Auf E-Betrieb umschalten
Grenzerfahrung: Hier erkennt ein Jeep automatisch einen bestimmte Innenstadtbereich und schaltet auf reinen E-Betrieb um. Foto: FCA Group/dpa-tmn © FCA Group
Zero Emission Zone Manager
Zonenmanagement: Mit Hilfe von Geodaten schaltet der Zero Emission Zone Manager von ZF automatisch in den reinen Elektromodus, sobald das Auto etwa eine Umweltzone oder ein Gebiet mit Null-Emissions-Gebot erreicht. Foto: Christoph Schmidt/ZF Friedrichshafen/dpa-tmn © Christoph Schmidt
An der Steckdose laden
Kraft der zwei Herzen: Der Akku, der in Plug-in-Hybriden den Elektromotor antreibt, lässt sich auch an der Steckdose laden. Ein Verbrennungsmotor ist aber auch noch an Bord. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn © Mercedes-Benz AG
Mercedes S-Klasse
Auto am Stecker: Plug-in-Hybride wie diese Mercedes S-Klasse können eine gewisse Wegstrecke auch rein elektrisch zurücklegen. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn © Mercedes-Benz AG

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