Wissenswertes für Auto-Fahrer

Einfahrt freihalten: Dürfen Auto-Fahrer hier parken?

Ein Falschparker wird abgeschleppt.
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Vor einer Einfahrt halten oder parken: Vor dem Gesetzgeber ist das ein wichtiger Unterschied.

Vor einer Grundstückseinfahrt halten oder parken – macht keinen Unterschied? Im Gegenteil: Details entscheiden über Verbot und Erlaubnis.

  • Das Parken vor Grundstückseinfahrten ist verboten. So steht es in der StVO.
  • Das Halten allerdings ist grundsätzlich erlaubt – unter einer Bedingung.
  • Laut dem Oberlandesgericht in Düsseldorf entscheidend: der Sichtkontakt.

Eine Grundstückseinfahrt wird oft mit einer großen Portion Sehnsucht betrachtet. Vor allem, wenn man sich gerade unter großem Stress oder nach einem langen Arbeitstag auf Parkplatzsuche befindet. Doch wie jeder Auto-Fahrer weiß: Die Einfahrt schnell mal als Parklücke benutzen ist heikel. Ärgerliche Geldstrafen oder sogar der Abschleppdienst drohen. Doch wie verhält es sich, wenn man nur kurz parkt – etwa zum Ein- oder Ausladen? Gelten hier wie für den Taxi-Fahrer Sonderregeln*? Der Gesetzgeber unterscheidet hier zwischen Halten und Parken.

Auto-Fahrer aufgepasst: Halten unter einer Bedingung

In einer Grundstückeinfahrt parken ist verboten. Soweit so gut. In einer Grundstückseinfahrt halten ist jedoch erlaubt. Der Unterschied liegt darin, wie schnell der Auto-Fahrer die Einfahrt wieder räumen kann. Als Voraussetzung formuliert heißt das: Solange der Autobesitzer Sichtkontakt zu seinem Auto hält, darf er in der Einfahrt halten. Ein wichtiges Detail: Dies muss für den Grundstücksberechtigten sowie andere Verkehrsteilnehmer klar erkennbar sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, darf man sein Auto vor einer Grundstückseinfahrt abstellen.

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Neben oder gegenüber von einer Einfahrt parken – welche Vorschriften gelten hier?

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Autofahrer also in einer Grundstückseinfahrt halten. Doch wie sieht es mit Parken aus? Klar, man darf nicht in einer Einfahrt parken – der Gesetzgeber spricht hier übrigens davon, dass die Grundstückeigentümer, Bewohner und deren Besucher nicht an der Zufahrt belästigt oder behindert werden dürfen. Das Parken neben einer Einfahrt ist jedoch erlaubt. Bedingung ist, dass hierbei kein anderer Verkehrsteilnehmer behindert wird und sich das geparkte Auto nicht vor einer abgesenkten Bordsteinkante befindet. Einen gesetzlichen einzuhaltenden Mindestabstand zwischen Einfahrt und geparktem Auto gibt es übrigens nicht. Gegenüber von einer Grundstückseinfahrt zu parken ist ebenfalls erlaubt – die Fahrbahnbreite muss dabei aber größer als etwa 3,05 Meter bleiben, sodass sie von einem normalen Auto mit genügend Sicherheitsabstand durchfahren werden kann.

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Falschparker: Diese Geldstrafen sind möglich

Wer eine Grundstückseinfahrt zuparkt muss mit einer Geldstrafen rechnen. Der Bußgeldkatalog sieht dabei folgende Strafen vor:

VerstoßBußgeld
Vor einer Grundstückszufahrt parken...10 Euro
... und dabei andere Verkehrsteilnehmer behindern.15 Euro
... das Auto länger als drei Stunden stehen lassen und dabei ...20 Euro
... andere Verkehrsteilnehmer behindern.30 Euro

(fh) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
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Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
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ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Quelle: fachanwalt.de

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