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Elektroauto-Boom: Kaufprämie so beliebt wie noch nie

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Von: Simon Mones

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Elektroautos erfreuen sich in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. Noch nie gab es so viele Anträge für die Kaufprämie wie 2021.

Berlin – Die Elektromobilität gewinnt in Deutschland immer mehr an Beliebtheit – das hat 2021 deutlich gezeigt. So wurden im November mehr Stromer – inklusive Plug-in-Hybride – zugelassen (etwa 34 Prozent Marktanteil) als Benziner (rund 33 Prozent), wie 24auto.de berichtet.

Das wirkt sich auch auf Kaufprämie für Elektroautos aus, auch hier nahm der Anteil der Anträge deutlich zu. Nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wurden 585.000 Anträge gestellt. Ein neuer Rekordwert und mehr als das Doppelte des Vorjahres. (Autofahrer, aufgepasst: Diese Pläne hat die neue Regierung)

Elektroauto-Boom: Kaufprämie so beliebt wie noch nie

Insgesamt wurden 2021 somit Fördermittel für die Elektromobilität in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro ausgezahlt. Seit Mitte des vergangenen Jahres profitieren Käufer zudem davon, dass die Kaufprämie für reine Elektroautos und Plug-in-Hybride im Rahmen der Coronahilfen verdoppelt wurde.

Autokennzeichen mit Endbuchstabe E für ein Elektroauto, Nahaufnahme. (Symbolbild)
2021 haben so viele Menschen wie noch nie einen Antrag auf die Innovationsprämie gestellt. (Symbolbild) © Martin Bäuml/Imago

Anhand der gestellten Anträge lässt sich zudem gut nachvollziehen, dass die Elektroautos insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie immer beliebter geworden sind. Seit der Einführung der Kaufprämie im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Bundesamts rund eine Million Förderanträge gestellt. Die meisten davon jedoch erst in den vergangenen zwei Jahren.

Elektroauto-Boom: Kaufprämie verlängert – mit Änderungen

Viele Interessenten dürften in diesem Jahr auch zugeschlagen haben, da die Zukunft der sogenannten Innovationsprämie bis zuletzt unsicher war. Ursprünglich war diese bis Jahresende befristet, wurde aber von der Ampel-Koalition bis Ende 2022 verlängert.

Doch auch über 2022 hinaus soll der Kauf von Elektroautos durch den Staat gefördert werden. Jedoch plant die Ampel-Regierung einige Änderungen. So sollen dann nur noch Stromer gefördert werden, die nachweislich einen Effekt für den Klimaschutz haben. Bei Plug-in-Hybriden sollen laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine elektrische Mindestreichweite sowie der Anteil, zu dem das Fahrzeug rein elektrisch gefahren wird, als Maßstab gelten. (Neue Regeln 2022: Was Autofahrer ab Neujahr erwartet)

Doch auch zum Jahreswechsel gibt es bereits erste kleine Änderungen. So sind Plug-in-Hybride, die pro gefahrenem Kilometer mehr als 50 Gramm CO2 ausstoßen und deren rein elektrische Reichweite unter 60 Kilometern liegt, nicht mehr förderfähig. Dieser Grenzwert soll ab 2024 noch weiter erhöht werden. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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