Wertvolle halbe Stunde

Elektroauto laden – und ewig warten? Neuer Vorschlag soll Stromer-Frust beenden

Ein BMW i3 wird an einer Ladesäule aufgeladen. (Symbolbild)
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Bald nützlich statt langweilig? Ladepause eines Elektroautos. (Symbolbild)

Die lange Standzeit beim Laden von Akku-Autos gilt als echte Herausforderung für die Elektromobilität. Sie könnte aber auch neue Chancen bieten.

Frankfurt/Main – 400 Kilometer, 500 oder sogar 600 und mehr: Elektroautos bieten immer größere Reichweiten. Auch wenn die Werksangaben nur unter optimalen Bedingungen und bei defensiver Fahrweise zu erreichen sind: Das Risiko sinkt, ohne Saft unterwegs liegenzubleiben. Doch immer größere Akku-Kapazitäten lassen eine andere nervige Nebenwirkung der Elektromobilität wachsen: die Ladezeit an den Säulen. Meist dauert es mindestens eine halbe Stunde, oft aber deutlich länger, einen erschöpften Akku auf 80 Prozent zu laden – ist im Vergleich zum minutenschnellen Spritfassen bei Benzinern und Dieseln also eine zähe Angelegenheit. Das dauert laut der Frankfurter Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) inklusive Anfahrt zur Tankstelle und Bezahlen nämlich gerade mal acht Minuten.

Denn für viele Betreiber werfe eine Ladestation kaum Rendite ab, wie 24auto.de* berichtet. Zusammen mit anderen Angeboten für die Wartezeit könnte sich der Stromverkauf aber als neues Geschäftsmodell etablieren, „wenn es innovativ und aus Kundensicht gedacht wird“, so PwC. Konkrete Vorschläge für die „Kundenerlebnisse“ liefern die Frankfurter allerdings nicht. Vielleicht ein Kino für lustige Kurzfilme? Oder eine Massage für angespannte Nacken- und Rückenmuskeln reisender Manager? Das Wettrennen um die besten Ideen ist jedenfalls eröffnet. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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