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Elektroauto-Studie zeigt: So umweltfreundlich sind Stromer wirklich

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Von: Simon Mones

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Die Elektromobilität wird immer beliebter. Doch sind die Elektroautos wirklich so viel klimafreundlicher als die Verbrenner?

München – Die Tage des Verbrenners dürften wohl gezählt sein. Auch wenn Unternehmen wie das Start-up Astron Aerospace mit dem Omega 1 diesen zu retten versuchen. Die allermeisten Hersteller haben sich längst auf die Elektromobilität festgelegt.

Doch auch bei den Stromern ist nicht alles grün, was glänzt. Insbesondere an der Produktion und der Zusammensetzung der Batterien gibt es immer wieder Kritik. Sind die Elektroautos und Plug-in-Hybride am Ende also gar nicht so viel klimafreundlicher als die Verbrenner? Dieser Frage sind die Forscher der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) nachgegangen – mit einem deutlichen Ergebnis, wie 24auto.de berichtet.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Text erschien erstmals am 10.02.2022. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Elektroauto-Studie zeigt: So umweltfreundlich sind Stromer wirklich

Die Untersuchungen der Münchner Forscher zeigen, dass die Emissionen, die während des Lebenszyklus eines Pkw verursacht werden, durch die Elektrifizierung um bis zu 89 Prozent reduziert werden können. Im direkten Vergleich stoßen Diesel und Benziner somit deutlich mehr Treibhausgase aus, wie das Portal „ecomento“ berichtet.

Autokennzeichen mit Endbuchstabe E für ein Elektroauto, Nahaufnahme. (Symbolbild)
Sind Elektroautos und Plug-in-Hybride wirklich klimafreundlicher?(Symbolbild) © Martin Bäuml/Imago

Für die Studie haben sich die Forscher den gesamten Lebenszyklus von fast 800 aktuellen Pkws angeguckt und verglichen. Also von der Produktion über die Nutzung bis hin zur Verschrottung der Fahrzeuge. Dadurch lassen sich die Emissionen über den reinen Verbrauch im Straßenverkehr ganzheitlich vergleichen.

Elektroauto-Studie zeigt: Verbrenner verursachen deutlich mehr Treibhausgase

Die Forscher der Universität der Bundeswehr München kamen dabei zu dem Schluss, dass der Vergleich einzelner Emissionsabschnitte innerhalb des Lebenszyklus der Fahrzeuge nur wenig aussagekräftig ist. Beispielsweise werden bei der Produktion von batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich mehr Schadstoffe freigesetzt.

Dafür schnitten die Stromer im Vergleich mit den Verbrennern jedoch deutlich besser ab, wenn man auch Nutzung und Recycling mit betrachtet. Demnach entsprechen die Emissionen die bei der Produktion einer Batterie eines Tesla 3 Standard Range Plus der Nutzungsdauer eines Volkswagen Passats 2.0 TSI über 18.000 Kilometer. Doch das ist nur ein „Bruchteil der Nutzungsdauer“. Über ihren gesamten Lebenszyklus würden konventionelle Diesel und Benziner deutlich mehr Treibhausgase verursachen.

Elektroauto-Studie zeigt: Auch Autos mit Brennstoffzellen helfen dem Klima

Heißt: Durch Plug-in-Hybride und Elektroautos könnten die Gesamtemissionen „erheblich reduziert werden“. Insbesondere, wenn diese mit Öko-Storm geladen werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennern würden die Emissionen so um 73 respektive 89 Prozent reduziert.

Doch auch Autos mit Brennstoffzellen, wie z.B. der Toyota Mirai, können die Emissionen erheblich reduzieren. Und zwar in einem ähnlichen Maße wie Elektroautos, die mit herkömmlichen Storm geladen werden, wenn der derzeitig handelsübliche „graue“ Wasserstoff verwendet wird. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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