Runter vom Gas

"Fahr langsam, A****loch": Frau wehrt sich mit frechem Schild gegen Raser

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Raser bereiten Anwohner immer wieder Kopfzerbrechen. Diese wehren sich mittlerweile mit kuriosen Methoden. (Symbolbild)

Immer wieder ignorieren Autofahrer Tempolimits. Einer Frau in England ist nun der Kragen geplatzt und sie weist auf weniger freundliche Art Fahrer zurecht.

Falsche Blitzer, Pappaufsteller oder Schilder: Anwohner von stark befahrenen Straßen oder berüchtigten Raserstellen versuchen immer wieder auf neue Art, zu schnelle Autofahrer einzubremsen. Einige Aktionen bringen manche zum Schmunzeln, andere haben sogar Erfolg.

Mutter bremst Raser mit vulgärem Schild ein

Eine britische Mutter beschritt nun andere Wege. Mit einem recht rüpelhaften Schild will sie Autofahrer "überreden", sich ans Tempolimit zu halten. Ein Bild von ihrer Botschaft hat sie Ende Juni 2019 auf der Website Netmums veröffentlicht. Zu sehen ist ein Bild eines kleinen Mädchens, das auf einem Pappaufsteller klebt. Über ihren Kopf hält sie ein Schild, auf dem steht: "Fahr langsam, A****loch" – ("Slow down, dickhead").

In ihrem Post schreibt die Frau, dass ihr Dorf durch eine Straße geteilt werde, auf der viele Raser unterwegs seien. Dabei gelte dort ein Tempolimit von 30 Meilen pro Stunde (etwa 48 km/h). Allerdings sei die Straße schnurgerade und Autofahrer würden Vollgas geben.

Lesen Sie auch: Sind das wirklich Blitzer? Das steckt hinter den blauen Säulen am Straßenrand.

Mehr Angst von einem Kind beleidigt zu werden, als eines zu überfahren

Ihr sei nun der Kragen geplatzt und habe Angst, dass irgendwann ein Kind schwerverletzt wird. Also habe sie in ein paar freien Stunden den Aufsteller gebastelt. Anschließend habe sie ihn an der Brücke im Dorf aufgehängt. Euphorisch ergänzt sie: "Und ich schwöre, es hat funktioniert. Die Autos fuhren deutlich langsamer."

Es mache Ihr Sorgen, dass die Fahrer mehr über die Idee besorgt wären, dass ein Kind sie beschimpft, als über die Idee, ein Kind mit ihrem rücksichtslosen Fahren zu töten. Die Mutter hofft, dass wenigstens einige Fahrer sich Gedanken machen und künftig das Tempolimit beachten.

Erfahren Sie hier: Erkennen Sie einen Unterschied? Polizei setzt kreative Maßnahme gegen Raser ein.

Nutzer feiern das Schild – Kritik gibt es wegen Schimpfwort

Die Kommentare unter dem Beitrag unterstützen die Frau und ihr Schild. Ein Nutzer schreibt: "Brillant! Das ist der beste Post, den ich diese Woche gelesen habe." Ein weiterer kommentiert: "Oh, du gewinnst das Internet heute! Das Foto ist einfach fabelhaft."

Eine andere Mutter stört sich dann doch ein wenig an dem Schild. Sie befürchte, dass kleine Kinder die Beleidigung in ihren Sprachschatz aufnehmen. Sie schlägt eine kinderfreundlichere Variante vor: Statt "dickhead" sollte lieber das Wort "dumbo" verwendet werden – auf Deutsch: Dummkopf. Allerdings dürfte der Effekt auf Autofahrer dadurch verringert werden.

Ihre Meinung ist gefragt!

Auch interessant: Dieser Blitzer sorgt für quietschende Reifen - erst dann fällt Irrtum auf.

anb

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden.
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen.
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
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Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
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Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
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Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
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Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
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Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
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Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
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Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
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Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

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