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Fahrbericht

Straßenfeger: Platz da Audi und BMW, jetzt kommt der Mercedes AMG A 35 4Matic

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Mit dem AMG A 35 macht Mercedes nun den Platzhirschen von Audi, BMW und VW Konkurrenz.

Fette Konkurrenz für die Platzhirsche von Audi S 3, Golf R und M 140i: Mit dem A 35 rast Mercedes Benz nun auch in das bislang von Volkswagen und BMW dominierte Segment der aufgemotzten und kompakten Straßenfeger.

Der Traum, einen AMG zu fahren, muss nicht länger ein Traum bleiben. Die Sportschmiede von Daimler geht erstmals unter die 50.000-Euro-Grenze - bei einem Neuwagen! Mit dem AMG A 35 4matic. Wir testeten die Fahrmaschine in einer der spektakulärsten Straßenschluchten Europas. Auf der mallorquinischen Serpentinenstraße MA 2141, auch Calobra genannt.

Mit dem Mercedes AMG A 35 auf Mallorca

Wer in der Hauptsaison die sich wie ein endloser Wurm windende Straße von der Tramuntana zum Meer fahren will, braucht Geduld. Vor allem in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr. Denn dann rumpeln hier hunderte Touristenbusse hinunter und wieder hinauf. Mit ausgeprägten Wartezeiten für entgegenkommende Pkw. Denn die Straße ist manchmal nur so breit wie ein Opel Corsa.

Doch jetzt ist Dezember, null Saison auf Malle, die Gehsteige am Ballermann sind hochgeklappt, und die Sonne versteckt sich hinter Regenwolken und Nebelbänken.

Wir haben den Mercedes AMG A 35 auf Herz und Nieren bei einer Probefahrt auf Mallorca getestet.

Der Calobra-Canyon liegt in diesen Vormittagsstunden jungfräulich vor uns. 12,4 Kilometer lang, gespickt mit zwölf Haarnadelkurven, insgesamt 682 Meter Höhenunterschied. Kein Auto in Sicht, kein Bus im Anmarsch. Und ab geht die Post. Mit den 306 PS aus den vier Töpfen ignorieren wir ganz einfach mal die runden Schilder mit dem roten Rand und der komischen zweistelligen Zahl in der Mitte.

Hopp, hopp, hopp! So fühlt sich die Schlussabfahrt auf der Kandahar an. Mächtig zieht das Drehmoment von 400 Nm den kleinsten AMG-Spross nach vorne und in diesem Fall nach unten. Richtung Meer.

Lesen Sie auch: Pariser Autosalon - Alle Mercedes-Neuheiten im Check.

Der Mercedes AMG A 35 flitzt um die Kurven

Wir schwingen ab, rechts, links und wieder rechts. Abbremsen, rein in die Kurve, Gas geben und raus auf die Gerade. Dabei hilft AMG Dynamics, das neue und agilere Fahrprogramm. Mit kleinen unmerklichen Bremseingriffen wird die Lenkung unterstützt, sodass man leichter und vor allem präziser um die Kurven zischt. Unterstützt vom neuen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das noch kürzere und knackigere Schaltzeiten hat, und dem in Millisekunden arbeitendem variablen Allradantrieb.

Mercedes hat dem AMG A 35 ein neues und agileres Fahrprogramm und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe spendiert.

Nach unzähligen Kurven, darunter auch der abenteuerliche Krawattenknoten mit 270 Grad, schießt der AMG um die Ecke. Fast trauen wir unseren Augen nicht. Eine Felswand mitten auf der Straße. Das ist ja wie im Hochgebirge! In letzter Sekunden sehen wir jedoch die Lücke. Sie ist zwar maximal zwei Handbreit größer als unser Schwaben-Bolide. Aber macht hoch die Tür, macht breit das Felstor!

Denn auch hier gilt die alte Skifahrer-Regel bei der Schussfahrt. Wer aus der Hocke geht, hat verloren. Mit Donnern und Gurgeln aus dem Klappen gesteuerten Auspuff rumpeln wir die Felswände entlang, bis die Straße wieder frei vor und der Himmel über uns liegt.

Auch interessant: Power-Boost: Mehr PS für die Mercedes C-Klasse.

306 PS für die AMG A-Klasse

Leicht geschafft von der Hatz durch die katalanische Kurvenlandschaft studieren wir unten am Meer die Leistungsdaten unserer Fahrmaschine: Hier liegt der A 35 AMG mit seinen 306 PS und den 4,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 leicht hinter der Konkurrenz. Der Audi S3 mit 310 PS braucht 0,1 Sekunden weniger, der BMW M140 i (340 PS) schafft den Sprint in 4,4 Sekunden. Und der Golf im Schafspelz, der R, macht Tempo 100 in 4,6 Sekunden klar. Mit dem Einsatz von 310 PS.

In 4,7 Sekunden von 0 auf 100: Dafür sorgt der 306 PS starke Motor des Mercedes AMG A 35.

Mit dem A 35 schließt Daimler die interne Leistungslücke in der A-Klasse zwischen dem 250er, der mit seinen 224 PS schon ordentlich Bumms auf der Pfanne hat, und einem AMG oben drüber mit über 400 PS, der dann entweder A 45 heißen wird – so wie der extrem erfolgreiche Vorgänger (doppelt so hohe Verkaufszahlen wie von Daimler kalkuliert). Oder sogar als A 50 auflaufen wird. Natürlich dann noch viel schärfer.

Jedenfalls müssen sich die Entwickler etwas einfallen lassen und sich ordentlich ins Zeug legen, wollen sie nicht, dass der jüngere Bruder nicht auch noch den eigenen Laden aufmischt. Denn das muss man nach unserem wilden Ritt durch die Calobra-Schlucht feststellen: Der A 35 ist eines nicht; ein AMG light.

Vorgestellt: Die neue Mercedes X-Klasse - eine Mischung aus Lastesel und Luxuslimousine.

Datenblatt*: Mercedes AMG A 35 4Matic

Motor

2,0-Liter-R4 mit Abgasturbolader

Hubraum

1.991 cm³

max. Leistung

225 kW (306 PS) bei 5.800/min

max. Drehmoment

400 Nm bei 3.000 - 4.000 /min

Antrieb

AMG Performance 4Matic vollvariabler Allradantrieb

Getriebe

AMG Speedshift DCT 7G Doppelkupplungsgetriebe

Kraftstoffverbrauch

7,3 - 7,4 l/100 km**

CO2-Emission kombiniert

167 - 169 g/km**

Effizienzklasse

D

Beschleunigung 0-100 km/h

4,7 s

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h

* Alle Daten nach Herstellerangaben
** Die angegebenen Werte (vorläufige Daten) wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art.2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.

Rudolf Bögel

Die neue Mercedes A-Klasse Limousine im Fahrtest

Für einen Aufpreis von 700 Euro ist die Mercedes A-Klasse als Limousine mit Stufenschnitt zu haben. Foto: Daimler AG
Für einen Aufpreis von 700 Euro ist die Mercedes A-Klasse als Limousine mit Stufenschnitt zu haben. © Daimler AG / dpa
Der Kofferraum der Limousine fasst 420 Liter. Foto: Daimler AG
Der Kofferraum der Limousine fasst 420 Liter. © Daimler AG / dpa
Zustieg und Kopffreiheit im Fond sind in der Stufenheck-Version vergleichbar zum Steilheck. Foto: Daimler AG
Zustieg und Kopffreiheit im Fond sind in der Stufenheck-Version vergleichbar zum Steilheck. © Daimler AG / dpa
Die von innen beleuchteten Lüfterdüsen gibt es auch schon in der normalen A-Klasse. Foto: Daimler AG
Die von innen beleuchteten Lüfterdüsen gibt es auch schon in der normalen A-Klasse. © Daimler AG / dpa
Das imposante Cinemascope-Cockpit zieht sich über die Hälfte des illuminierten Armaturenbretts. Foto: Daimler AG
Das imposante Cinemascope-Cockpit zieht sich über die Hälfte des illuminierten Armaturenbretts. © Daimler AG / dpa
Beim Fahrgefühl gibt es nur einen Unterschied zur normalen A-Klasse: Die Limousine hat einen besonders geringen cw-Wert und ist damit auf sehr leisen Sohlen unterwegs. Foto: Daimler AG
Beim Fahrgefühl gibt es nur einen Unterschied zur normalen A-Klasse: Die Limousine hat einen besonders geringen cw-Wert und ist damit auf sehr leisen Sohlen unterwegs. © Daimler AG / dpa

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