Große Übersicht

Fahrverbote in Deutschland: In diesen Städten dürfen Diesel nicht mehr fahren

+
In Hamburg gilt bereits ein Fahrverbot und in vielen deutschen Städten droht 2019 der Ausschluss von Dieselfahrzeugen.

Immer mehr deutschen Städten drohen Fahrverbote. Hamburg hat bereits auf einigen Straßen Diesel ausgesperrt. Wir zeigen Ihnen, wo Autos bald nicht mehr fahren dürfen.

Die Liste der Städte mit Fahrverboten für Diesel und alte Benziner wird immer länger. Neueste Mitglieder sind Köln und Bonn. Das Verwaltungsgericht Köln verhängt für die beiden Städte ein Fahrverbot für ältere Diesel. Ab April 2019 dürfen diese bestimmte Straßen bzw. Zonen nicht mehr befahren. Aber wo gelten bereits Verbote und wo drohen welche? Wir verschaffen Ihnen einen Überblick.

Fahrverbot in Hamburg

Das erste Fahrverbot in Deutschland ist in Hamburg aktiv. Dort sind seit 1. Juni 2018 zwei Straßenabschnitte im Stadtteil Altona-Nord für alle Dieselautos, die nicht die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, gesperrt.

Betroffen ist eine 580 Meter lange Strecke auf der Max-Brauer-Allee. Zudem gilt ein Fahrverbot für Lkw auf 1,6 Kilometern der Stresemannstraße. Die Straße gilt als wichtige Ost-West-Verbindung in Hamburg auf der vor allem Schwerlastverkehr unterwegs ist.

Die Fahrverbote gelten allerdings nicht für die Anwohner der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße. Außerdem dürfen Kunden der anliegenden Geschäfte und Praxen mit älteren Diesel-Fahrzeugen in die Verbotszone fahren. Ebenfalls ausgenommen sind Müllwagen, Lieferfahrzeuge, Linienbusse und Taxis.

Lesen Sie auch: Welche Abgasnorm hat mein Diesel? So finden Sie es heraus.

Diese Strafen drohen in Hamburg

Wer in Hamburg trotz Verbot die betroffenen Straßen befährt, muss mit einem Verwarn- bzw. Bußgeld von 20 Euro für Pkw und 75 Euro für Lkw rechnen. Kontrollen führt die Polizei in Stichproben durch und kontrolliert dabei die Fahrzeugpapiere.

Fahrverbot in Stuttgart

In Stuttgart tritt ab 1. Januar 2019 ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge mit den Abgasnormen Euro 1 bis 4 in Kraft. Im Gegensatz zu Hamburg ist allerdings das gesamte Stadtgebiet betroffen. Sollte die Luftqualität dadurch nicht verbessert werden, besteht die Möglichkeit, dass auch Diesel mit Euro 5 ab 2020 nicht mehr einfahren dürfen.

Auch interessant: Diese europäischen Städte haben den Diesel schon ausgesperrt.

Es gibt allerdings Ausnahmen: Wer seinen Euro-5-Diesel nachrüstet, soll für zwei Jahre von möglichen Fahrverboten nicht betroffen sein. Für Anwohner soll eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2019 gelten. Ebenfalls ausgenommen sind der Lieferverkehr, Handwerker sowie Menschen im Schichtdienst, Pflegedienste und Kleinstbetriebe. Ein Verstoß gegen das Fahrverbot soll 80 Euro kosten

Fahrverbot in Frankfurt

Ab Februar 2019 muss Frankfurt ein Fahrverbot für Diesel einführen. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden. Ob das Verbot die ganze Stadt oder nur einzelne Gebiete betrifft, ist noch nicht geklärt. Fest steht allerdings, dass vom Fahrverbot Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 4 und älter betroffen sind sowie Benziner der Norm Euro 1 und 2. Ab September 2019 fallen auch Euro-5-Diesel unter das Fahrverbot.

Fahrverbot in Berlin

Auch Berliner Autofahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Spätestens ab Juni 2019 drohen Diesel-Fahrzeugen bis zu Abgasnorm Euro 5 Einschränkungen in der Innenstadt. Betroffen sind elf Abschnitte auf den acht Straßen Leipziger Straße, Reinhardstraße, Friedrichstraße, Brückenstraße, Kapweg, Alt-Moabit, Stromstraße und Leonorenstraße. Weitere 120 Straßenabschnitte könnten noch dazu kommen.

Video: Jetzt auch Diesel-Fahrverbot in Berlin

Erfahren Sie hier, was sich 2019 für Autofahrer ändert.

Fahrverbot Mainz

Erst kürzlich hat das Verwaltungsgericht in Mainz die Stadt aufgefordert, Fahrverbote als Maßnahme zur Luftverbesserung bis April 2019 aufzunehmen. Sollte sich die Luft in den ersten sechs Monaten des nächsten Jahres nicht verbessern, müssen ab September 2019 Fahrverbote in Mainz eingeführt werden. Das Ausmaß ist noch nicht bekannt.

Fahrverbot in Aachen

Sollte es die Stadt Aachen bis Jahresende nicht schaffen, die Luft im Ort zu verbessern, tritt ab 1. Januar 2019 ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Kraft. Welche Fahrzeuge und Straßen betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Fahrverbot in Köln und Bonn

Im November hat das Verwaltungsgericht Köln für die beiden Städte Köln und Bonn Fahrverbote ab April 2019 veranlasst. In Köln dürfen dann Diesel mit der Abgasnorm 4 bestimmte Zonen in der Stadt nicht mehr befahren. Ab September 2019 wird das Verbot auch auf Euro-5-Diesel ausgeweitet. Das Fahrverbot in Bonn beschränkt sich zunächst auf nur zwei stark befahrene Straßen.

Auch interessant: Wasserstoffautos - Ist Elektro gar nicht die Zukunft?

anb

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
Prozession der Biker
Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

Auch interessant

Meistgelesen

Kreativ oder gefährlich? Wie dieser Fahrer seinen Lkw repariert, macht sprachlos
Kreativ oder gefährlich? Wie dieser Fahrer seinen Lkw repariert, macht sprachlos
Diese saftigen Bußgelder drohen Ihnen, wenn Sie Blitzer-Apps nutzen
Diese saftigen Bußgelder drohen Ihnen, wenn Sie Blitzer-Apps nutzen
Diesen Porsche gibt es nur einmal - und er ist Millionen Euro wert
Diesen Porsche gibt es nur einmal - und er ist Millionen Euro wert
Audi-Fahrer mit fast 200 km/h erwischt - Polizei macht sich bei Facebook Luft
Audi-Fahrer mit fast 200 km/h erwischt - Polizei macht sich bei Facebook Luft

Kommentare

ohnenick
(0)(0)

Alles Augenwischerei. Das Angeblich *Gute tun für die Umwelt* Fahrverbote mitten in der Stadt auf 500m. Was für eine Lachnummer. Als nächstes steht unter den Schildern *Anlieger Frei*. Na bitte. Möchte ich meine Semmeln beim Bäcker X kaufen der gerade in der Verbotszone ist, fahr ich trotzdem rein mit meinem Diesel, da ich Anlieger in dem Moment bin, usw. Ausnahmeregeln für fast alle Lieferfahrzeuge, Baumaschinen ect. Als Ausweichstrecke wird dann 300m weiter auf einer anderen Straße gefahren, wie lächerlich, Wie viel Hirn muss man haben um zu begreifen das so was garnie nix bringt. Wenn Fahrverbot, dann darf keiner kein einziger EU5 Diesel und niedriger in der ganzen Stadt fahren, beim Ortsschild ist dann Ende Gelände für alle Diesel, OHNE AUSNAHMEN das zeigt Wirkung in der Luft. Hightech Fahrzeuge müssen stehen bleiben, aber Fahrzeuge mit H Kennzeichen dürfen fahren. Fahr mal hinter einem Fahrzeug mit H Kennzeichnung, da wird einem nach 5 min schlecht und kotz übel. Egal die dürfen fahren ist ja Kult. Dieselloks, Kreuzfahrschiffe, Containerschiffe usw., kein Problem, immer freie Fahrt. Aber der kleine Michl wird wieder ein schlechtes Gewissen eingepaukt, was er doch für eine Dreckschleuder Euro 5 Norm fährt. In 20 Jahren darf ich dann, was jetzt Verboten wird, mit meinem Euro5 Diesel überall fahren weil er ein Historie-Kennzeichen hat. Heute Verboten in 20 Jahren freie Fahrt. Augenwischerei von vorne bis hinten und der Sepp fällt darauf rein.

Polentoni
(0)(0)

Nur in München hat die Luft so gute Qualität, dass Fahrverbote nicht notwendig sind...