Smart und sicher

Fünf ausgefallen Assistenzsysteme, die nur in außergewöhnlichen Fällen helfen

Sicherheit nicht nur für unterwegs: Im neuen Hyundai Santa Fe können die Fondtüren im Stand ein gefährliches Öffnen verhindern, wenn sich von hinten ein anderes Fahrzeug nähert. Foto: Uli Sonntag/Hyundai
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Sicherheit nicht nur für unterwegs: Im neuen Hyundai Santa Fe können die Fondtüren im Stand ein gefährliches Öffnen verhindern, wenn sich von hinten ein anderes Fahrzeug nähert.
Vor einem drohenden Seitenaufprall kann das Fahrwerk im A8 die Karosserie anheben und so den Aufprall in eine stabilere Region lenken. Foto: Audi AG
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Vor einem drohenden Seitenaufprall kann das Fahrwerk im A8 die Karosserie anheben und so den Aufprall in eine stabilere Region lenken.
Fahren und fahren lassen: Der BMW 8er kann sich ein kleines Stück des letzten Geradesaus-Fahrweges merken, etwa auch, um dann automatisch rückwärts aus Parksituationen zu lenken. Foto: Daniel Kraus/BMW
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Fahren und fahren lassen: Der BMW 8er kann sich ein kleines Stück des letzten Geradesaus-Fahrweges merken, etwa auch, um dann automatisch rückwärts aus Parksituationen zu lenken.
"An Ihrem Fahrzeug wurde eine Kollision entdeckt", informiert diese Mercedes-App den Fahrzeug-Besitzer. Foto: Daimler AG
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"An Ihrem Fahrzeug wurde eine Kollision entdeckt", informiert diese Mercedes-App den Fahrzeug-Besitzer.
Ein Parkrempler wird noch ärgerlicher, wenn sich der Verursacher aus dem Staub machen will. Eine Diebstahl-Warnanlage von Mercedes kann dem Besitzer auch Parkrempler aufs Smartphone melden. Foto: Daimler AG
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Ein Parkrempler wird noch ärgerlicher, wenn sich der Verursacher aus dem Staub machen will. Eine Diebstahl-Warnanlage von Mercedes kann dem Besitzer auch Parkrempler aufs Smartphone melden.

Weil die Crashstruktur, die Airbags und die Assistenzsysteme so ausgereift sind, erfinden Autohersteller immer neue Sicherheitssysteme für ganz spezielle Szenarien.

Der Airbag, das Antiblockiersystem ABS und der Schleuderschutz ESP - das sind unbestritten große Meilensteine der automobilen Sicherheit. Doch die Entwicklung geht weiter.

Je besser uns die Technik vor den Folgen der häufigsten Unfälle schützt, desto stärker rücken in der Statistik und damit auch bei den Entwicklern Risiken und Karambolagen in den Fokus, die weniger wahrscheinlich sind, sagt Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Organisation KÜS aus Losheim am See.

Deshalb nehmen sich die Ingenieure zunehmend der Sonderfälle an und bringen zahlreiche pfiffige Sicherheitsdetails mit unterschiedlich großer Tragweite in Serie:

Die Türen bekommen Augen

Die Situation ist für beide Seiten gleichermaßen gefährlich: Draußen fährt ein Radler, und drinnen reißt etwa ein unbedachtes Kind plötzlich die Tür auf. Weil es dabei immer wieder zu schweren Verletzungen kommt, hat Hyundai jetzt ein Türschloss mit Rücksicht entwickelt.

Im neuen Geländewagen Santa Fe sind die hinteren Türen nach Angaben von Pressesprecher Bernhard Voss deshalb mit den Rückfahrsensoren gekoppelt und lassen sich erst öffnen, wenn sich aus dem Rückraum kein anderes Fahrzeug nähert.

Lesen Sie hier, welche Assistenzsysteme wirklich wichtig sind.

Das Fahrwerk bockt das Auto beim Unfall auf

In erster Linie sollen die elektrischen Stellmotoren im Fahrwerk den neuen Audi A8 noch komfortabler machen. Doch weil sie viel schneller reagieren als eine Luftfederung, haben auch die Sicherheitsexperten ein Auge auf sie geworfen, erläutert Pressesprecher Josef Schloßmacher.

Registrieren die Crashsensoren einen unmittelbar bevorstehenden Seitenaufprall, wird das Auto damit in Sekundenbruchteilen um mehrere Zentimeter angehoben. Statt in der vergleichsweise weichen Flanke erfolgt der Zusammenstoß dann im sehr viel stabileren Schwellerbereich, der mehr Energie aufnehmen kann, so Schlossmacher.

Alarm für Vergessene

Schutz für Schussel bietet eine neue Sicherheitsfunktion, die Hyundai ebenfalls im Santa Fe zum ersten Mal einsetzt und dafür die Sensoren der Alarmanlage nutzt. Die melden künftig nicht nur einen Einbruch, sondern schlagen nun auch an, wenn man sein Haustier oder schlimmer noch sein Kind im Auto vergessen hat. Dann aktiviert die Elektronik den Warnblinker, startet ein Hupkonzert und benachrichtigt den Fahrer über eine App auf dem Smartphone.

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Beim Einparken lenkt das Auto selbst

Vor Kratzern beim Rangieren schützt ein neues Assistenzsystem, das BMW im Achter zum ersten Mal einbaut. Der kann deshalb nicht nur automatisch ein- und ausparken. Sondern seine Sensoren merken sich nach Angaben von Pressesprecher Martin Schleypen bis zu 50 Meter Fahrweg, sofern sie unter 36 km/h zurückgelegt werden.

Während der Mensch zur Sicherheit noch Gas gibt und bremst, lenkt das Luxuscoupé so automatisch rückwärts durch enge Parkhäuser oder Tiefgaragen und folgt dabei genau dem Weg, den es zuletzt vorwärts gefahren ist.

Das Auto wird zum Parkwächter

Beginnend mit der überarbeiteten C-Klasse überwacht die Mercedes Me-App künftig auch stehende Autos und schlägt Alarm, wenn deren Sensoren einen Parkrempler registrieren. Im ersten Schritt wird der Besitzer dabei über die Smartphone-App informiert.

Ob die Szenerie mit Hilfe der Onboard-Kameras auch aufgezeichnet und so der Übeltäter identifiziert werden kann, sei noch in der juristischen Klärung, erläutert Pressesprecher Steffen Schierholz. Der Schaden ist dann zwar schon passiert. Aber zumindest das Risiko einer Fahrerflucht lässt sich durch die frühzeitige Warnung minimieren.

Auch interessant: Mythen rund ums Radfahren: Das ist erlaubt, das ist verboten.

dpa/tmn

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
Prozession der Biker
Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

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