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Gebrauchte Elektroautos stehen sich Reifen platt – „Preise im freien Fall“

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Von: Marcus Efler

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Wer jetzt einen elektrischen Neuwagen kauft, hat viel Auswahl zu fairen Preisen. Pech hat aber, wer dafür seinen alten Stromer loswerden will – darum ist er fast unverkäuflich.

München – Eigentlich läuft es gut für Elektroautos. Die Umweltprämie, die nun doch bis 2025 verlängert wird, sorgt für rege Nachfrage. Dazu will die neue Regierung, etwa mit einem Ausbau des Ladenetzes, bis 2030 mindestens 15 Millionen Stromer auf die Straße bringen.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Denn die ganz frühen Käufer von Elektroautos, die Pioniere der ersten Stunde, können nun nicht so einfach auf einen neuen Stromer wechseln – denn wie 24auto.de berichtet, bleiben sie offenbar auf ihren gebrauchten Akku-Mobilen sitzen. (E-Autos verlieren rasant an Wert: Leasing besser als Kauf?)

Kompaktwagen stehen in einem Showroom zum Verkauf. (Symbolbild)
Gebrauchte Elektroautos sind zurzeit eher schwer verkäuflich. (Symbolbild) © Artinun Prekmoung/Imago

Gebrauchte Elektroautos stehen sich Reifen platt – „Preise im freien Fall“

Während der ADAC für neue Elektroautos durchaus brauchbare Restwerte prognostiziert, wenn sie in drei Jahren wieder verkauft werden sollen, sieht das für heutigen Second-Hand-Stromer deutlich düsterer aus. „Vor allem die Restwerte älterer E­-Mobile sind im frei­en Fall“, sagte der Münchner Marktbeobachter Berylls dem Magazin Moove des Magazins Auto Motor und Sport.

Ausgerechnet die Förderprämie von bis zu 9.670 Euro erschwert den Absatz elektrischer Gebrauchter massiv. Denn die meisten Kunden kaufen logischerweise eher einen subventionierten Neuwagen, als die gleiche Summe in ein drei Jahre altes Auto zu investieren – zumal bei jenem, anders als bei Verbrenner-Modellen, noch das Risiko des Akku-Verschleißes dazukommt. (Elektroautos in der Kostenfalle: Diese fünf Dinge werden bald richtig teuer)

Gebrauchte Elektroautos stehen sich Reifen platt – während andere Second-Hand-Autos boomen

Lediglich elektrische Jahreswagen, die maximal zwölf Monate alt und 15.000 Kilometer gelaufen sind, finden für einen guten Preis Käufer, da auch sie noch gefördert werden. Die Flaute bei älteren Modellen ist vor allem deshalb ärgerlich, weil aufgrund der Lieferengpässe bei Neuwagen gut erhaltene gebrauchte Verbrenner gerade sehr gute Preise erzielen.

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