Gut zu wissen

Gebrauchtwagenkauf: Diese Unterlagen brauchen Sie, wenn Sie das Auto anmelden

Sie haben einen Gebrauchtwagen gekauft? Dann müssen Sie ihn zum Zulassen bringen. Lesen Sie, welche Unterlagen Sie für die Anmeldung brauchen.

Der Gebrauchtwagen ist gekauft und Sie wollen Ihre erste Spritztour unternehmen? Bevor es losgehen kann, müssen Sie das Auto noch zur Zulassung bringen. Lesen Sie, wie Sie Ihren Gebrauchtwagen anmelden, ummelden und zulassen.

Um Ihr neues altes Auto im Straßenverkehr einsetzen zu dürfen, muss es erst von der Zulassungsstelle zugelassen werden. Bei Gebrauchtwagen unterscheiden sich die Wege zur Zulassung davon, ob der Vorbesitzer das Auto bereits abgemeldet hat, oder ob es noch angemeldet ist.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie neben dem unterschriebenen Kaufvertrag alle notwendigen Unterlagen vom Käufer bekommen:

●     Zulassungsbescheinigungen I und II

●     Nachweis der aktuellen Hauptuntersuchung

Machen Sie auch gleich aus, ob Sie gemeinsam zur Zulassung fahren oder ob Sie das alleine erledigen und bis wann.

Lesen Sie zudem: Auto-Abo: So können Sie unnötige Steuern vermeiden

 Bevor es losgehen kann, müssen Sie das Auto noch zur Zulassung bringen.

Noch nicht abgemeldet? Wie Sie den Gebrauchtwagen ummelden

Wenn der Vorbesitzer sein Auto noch nicht abgemeldet hat, können Sie nun entweder direkt zusammen zur Zulassungsbehörde fahren, oder Sie fahren in den Folgetagen ohne ihn. In dem Fall ist das Auto bereits zugelassen, Sie müssen es nun lediglich ummelden.

Mitbringen sollten Sie dafür laut dem Bundesverkehrsamt:

●      die Zulassungsbescheinigungen I und II (den früheren Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein)

●      Ihre eVB-Nummer: Die elektronische Versicherungsbestätigung ist der Nachweis Ihrer Versicherung, dass Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Sie bekommen diese Nummer direkt von Ihrer Versicherungsgesellschaft.

●      Ihre Ausweispapiere (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung)

●      Die Unterlagen zur aktuellen Hauptuntersuchung

●      Wenn Sie die Kennzeichen ändern wollen: sowohl die alten als auch die neuen Nummernschilder

Außerdem werden Sie bei der Ummeldung Ihre Kontodetails benötigen. Diese brauchen Sie, um ein SEPA-Mandat auszufüllen, mit dem Sie der Behörde genehmigen, die Kfz-Steuer abzuheben.

Wenn Sie den Gebrauchtwagen nach Ihrem Kauf zum Ummelden fahren, haften Sie im Falle eines Unfalls. Deswegen brauchen Sie für den Zeitraum zwischen Kauf und Ummeldung eine Deckungszusage Ihrer Versicherung. Ohne Versicherungsschutz zu fahren, ist eine Straftat.

Seit 2019 dürfen Sie Ihr Auto mit der i-Kfz auch online zur Zulassung bringen.

Lesen Sie zudem: Saisonkennzeichen für den Sommer: Was Auto- und Motorradfahrer beachten müssen

Schon abgemeldet? Wie Sie ein gebrauchtes Auto anmelden

Sollte der Gebrauchtwagen abgemeldet sein, benötigen Sie die gleichen Unterlagen wie bei noch angemeldeten PKWs. Sollte der Gebrauchtwagen schon vor dem 1.10.2005 stillgelegt worden sein, brauchen Sie außerdem eine Abmeldebescheinigung. Außerdem besorgen Sie bei der Zulassungsstelle Ihre neuen Kennzeichen, die Sie danach an Ihrem Auto anbringen. In diesem Fall wird das Auto neu zugelassen.

Ohne diese Kennzeichen inklusive der TÜV-Plakette dürfen Sie mit Ihrem neuen Gebrauchtwagen nicht fahren. Wenn Sie das Auto aus einer großen Entfernung abholen oder es zur Hauptuntersuchung fahren müssen, beantragen Sie bei der Zulassungsstelle Kurzzeitkennzeichen. Mit diesen Kennzeichen dürfen Sie das Auto nutzen, um es zur Werkstatt und zur Zulassung zu fahren. Auch bei dieser Lösung brauchen Sie den Deckungsschutz Ihrer Versicherung.

Mit Vollmacht zur KFZ Zulassung

Wenn Sie es nicht selbst zur Ummeldung schaffen, können Sie auch einer anderen Person eine Vollmacht ausstellen. Der Bevollmächtigte bringt die schriftliche Vollmacht, die eigenen Ausweispapiere und die des zukünftigen Halters mit.

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Sie verkaufen Ihren Gebrauchtwagen? Tipps zum Ummelden

Wenn Sie Ihren Wagen verkaufen, sollten Sie schriftlich festlegen, bis wann Ihr Käufer ihn ummelden wird. Außerdem sollten Sie eine Kopie des Kaufvertrags möglichst schnell an Ihre Versicherung schicken.

Sofia Wrede

Auch interessant: E bis Y: Diese Auto-Kennzeichen gibt es in Deutschland.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Kahnert

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