Für Vielfahrer

Gebrauchtwagen-Check: Audi A4 (seit 2015)

Der Audi A4 ist ein Wagen für Vielfahrer
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Rüstiger Rumkurver: Audis Mittelklasse läuft oft und gern. Der A4 weist so vielfach schon zur ersten Hauptuntersuchung weit über dem Durchschnitt liegende Tachostände auf.

Ihnen steht der Sinn nach einer klassischen Limousine, gern auch als Kombi? Dann könnten Sie sich für Modelle wie den A4 von Audi erwärmen. Wem der neu zu teuer ist, guckt auf dem Gebrauchtmarkt.

Berlin (dpa/tmn) - Der A4 ist Audis viel gefahrene Mittelklasse. Er steht dem größeren A6 in Sachen Komfort und Image kaum noch in etwas nach. Wie der große Bruder wird der A4 oft von Vielfahrern genutzt. Schon bei der ersten Hauptuntersuchung (HU) fährt das Modell mit teils sehr hohen Tachoständen vor, die laut „Auto Bild Tüv Report 2021“ um 42 Prozent über dem Durchschnitt liegen. Und trotzdem brilliert der A4 auf dem Prüfstand - bis auf eine größere Ausnahme.

Modellhistorie: Der erste Audi A4 kam als Nachfolger des Audi 80 im Jahr 1994 auf den Markt. Hier geht es um den Typ B9, die mittlerweile fünfte Generation von 2015. 2019 das Facelift mit Neugestaltung fast aller Blechteile, Überarbeitung von Motorpalette und Armaturenbrett mit nun größerem Bildschirm. 2020 gab es eine weitere Modellpflege.

Karosserievarianten: Den A4 gibt es als klassische Stufenhecklimousine sowie als fünftürigen Kombi Avant. Dieser wird auch als Allroad mit höher gelegter Karosserie und Allradantrieb gebaut. An Coupé und Cabrio von Audis Mittelklasse montieren die Ingolstädter allerdings das Typenschild „A5“.

Abmessungen (laut ADAC): 4,73 m bis 4,76 m x 1,84 m bis 1,85 m x 1,43 m bis 1,49 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 480 l bis 965 l (Limousine); Kombi: Kofferraumvolumen: 495 l bis 1495 l (Erdgasversion: 415 l bis 1415 l).

Stärken: Komfortabel bis sportlich fahren. Je nach Ausstattung ist er reichlich bestückt mit Assistenten und Konnektivitäts-Funktionen. Keine Tüv-Sorgen gehen laut „Auto Bild Tüv Report 2021“ von Lenkung oder Antriebswellen aus, Mängelquoten teils weit unter dem Durchschnitt verzeichnen die HU-Prüfer bei Federn und Dämpfern, der Lichtanlage, den Bremsen. Ebenfalls kein Thema: Abgasuntersuchung (AU) oder Ölverlust.

Schwächen: Die nahezu makellosen Tüv-Bilanz durchkreuzen verschlissene Radaufhängungen, die schon bei der ersten HU erhöhte Mängelquoten aufweisen. Zu diesem Termin fahren laut Report 1,9 Prozent das B9 mit diesem Manko vor. In einem Dauertest der „Auto Bild“ gab sich das S-Tronic-Automatikgetriebe ruckelig. Teils gab es Probleme beim Koppeln von iPhones.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine aktuelle Pannenstatistik: „Der Audi A4 schneidet in fast allen Jahren sehr gut ab, in wenigen 'nur' gut.“ Pannenschwerpunkte vermeldet der Club nicht.

Motoren: Benziner (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 110 kW/150 PS bis 331 kW/450 PS; Diesel (Vier- und Sechszylinder, Front- und Allradantrieb): 90 kW/122 PS bis 255 kW/347 PS; Erdgas/G-Tron (Vierzylinder, Frontantrieb): 125 kW/170 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- A4 2.0 TFSI sport quattro (2015); 185 kW/252 PS (Vierzylinder); 102 000 Kilometer; 20 950 Euro.

- A4 2.0 TDI Avant design (2016); 90 kW/122 PS (Vierzylinder); 101 000 Kilometer; 15 400 Euro.

- A4 1.4 TFSI Avant sport (2017); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 70 000 Kilometer; 17 780 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210503-99-449780/2

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