Junge Beifahrer

Gut vorbereitet: So gelingen Motorradfahrten mit Kindern

Ein Kind fährt als Beifahrer auf einem Motorrad mit
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Freude oder eher eine Qual? Damit die Motorradausfahrt mit dem Nachwuchs gelingt, sollten Fahrer und Beifahrer vorab üben.

Den Motorrad-Fahrspaß mit den Kindern teilen? Das geht! Doch es gibt einige Dinge, die Eltern beachten sollten, wenn sie ihren Nachwuchs auf dem Bike mitnehmen möchten.

München - Damit eine Motorradtour mit dem Sohn oder der Tochter auf dem Rücksitz nicht zur Tortur wird, sollten Eltern mit ihrem Kind vorher üben. Dabei spielen die körperliche Kondition sowie die Bekleidung des Kindes eine Rolle. Aber auch rechtliche Aspekte sind zu beachten, erläutert der Tüv Süd.

Um überhaupt jemanden mitnehmen zu können, muss das Motorrad mit einem Beifahrersitz ausgerüstet sein. Dafür sind Fußstützen und Festhaltemöglichkeiten vorgeschrieben. Fehlt ein solcher Sitz, dürfen zwar Kinder bis zum Alter von sieben Jahre mitfahren - aber auch nur dann, wenn ein Kindersitz vorhanden ist und durch Radverkleidungen oder Ähnliches dafür gesorgt ist, dass die Füße nicht in die Speichen geraten können. Kinder unter drei Jahren dürfen gar nicht mitfahren.

Die Schutzkleidung muss perfekt sitzen

Vor der ersten Ausfahrt steht die Auswahl der richtigen Kleidung an. Dabei gilt laut Tüv Süd: passend für den aktuellen Moment kaufen und nicht etwa auf Zuwachs. Weil Kinder schneller auskühlen, sollte die Kleidung zudem warmhalten. Wer die höheren Kosten für den Kauf ständig neuer Kleidung scheut, kann sich diese nach Tüv-Angaben in Motorradfachgeschäften auch ausleihen.

Speziell beim Helm sollte darauf geachtet werden, dass er perfekt passt und speziell für Kinder geeignet ist. Meist sind Helme für die Kleinen leichter und belasten die Halswirbelsäule weniger. Zudem sollte der Kopfschutz gut belüftet sein, damit das Visier nicht beschlägt - schlechte Sicht kann die Fahrfreude des Kindes trüben.

Wer möchte, kann einen Helm mit integrierter Gegensprechanlage kaufen. Andernfalls sollten Klopfzeichen zum Beispiel auf den Oberschenkel des Fahrers mit dem Kind vereinbart werden. Dadurch kann der Nachwuchs sich melden, sollte zum Beispiel etwas nicht stimmen.

Das Motorradfahren muss dem Kind gefallen

Bei einer Sitzprobe auf dem Motorrad zeige sich, ob das Kind mit den Füßen die Fußrasten erreicht und über genügend Kraft verfügt, um sich über längere Zeit gut festzuhalten, erklärt der Tüv Süd.

Bevor es dann auf die ersten kleineren Etappen geht, sollten einige Übungsrunden absolviert werden - zum Beispiel auf einem leeren Parkplatz. So hat der Nachwuchs die Möglichkeit, sich an Helm, Kleidung und beengtes Sitzen zu gewöhnen. Werden die Ausflüge länger, sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden. Am wichtigsten ist aber, dass das Kind selber mitfahren möchte und Spaß an der Fahrt zeigt. dpa

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