IAA Mobility

Das Auto der Zukunft auf der IAA: Könnte der Knight Rider bald Realität werden?

Die IAA 2021 in München stellt sich neuen Denkweisen für die Automobile der Zukunft.
+
Die IAA 2021 in München stellt sich neuen Denkweisen für die Automobile der Zukunft.

Ein selbstfahrendes Auto, das sich verbal und durch Lichtzeichen bemerkbar macht — klingt nach K.I.T.T. Ein solches Fahrzeug könnte die Zukunft sein.

Am 07. September 2021 startet die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) in München*. Im Fokus steht die Mobilität der Zukunft. Technologien, wie wir sie bereits von dem schwarzen Pontiac kennen, könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Ob mit erweiterten Lichtsystemen oder Außenlautsprechern, die Fahrzeuge von Morgen sollen autonom und kommunikativ sein.

Autohersteller und Zulieferer wagen Blick in die Zukunft

Im Jahr 2018 wurden auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt, die durch neue Lichtsysteme kommunikationsfähig sind. So sollen Busse über Einstiegsmöglichkeiten informieren und Lastwagen beispielsweise ihre Ladezonen anzeigen. Autohersteller und Zulieferer forschen stetig an weiteren Technologien, um auch andere Fahrzeuge mit diesen Systemen auszustatten. Anhand von projizierten Pfeilen, sollen Abbiegevorgänge kenntlich gemacht und durch leuchtende Warnhinweise auf Hindernisse hingewiesen werden. Dies ist durch einen Chip möglich, der Millionen einzelner Lichtpunkte beeinflusst, möglich: das Digital Micromirror Device. Der Leiter der Vorentwicklung des Unternehmens Osram Continental, Dr. Michael Rosenauer äußerte sich diesbezüglich auch mit Blick auf die IAA Mobility 2021: „Gerade für den nächsten Schritt der Mobilität – das Autonome Fahren – muss jeder Verkehrsteilnehmer wissen, was der jeweils andere und das eigene Fahrzeug tun. Wir haben die Technologien, um diese Informationen bestmöglich zu kommunizieren: mit Licht.“

Lesen Sie auch: Verkehrsregeln: Die größten Irrtümer bei Autofahrern.

Konzerne mit visionären Denkweisen

Bereits 2015 wagte Mercedes-Benz einen ersten Blick in die mobile Zukunft und stellte einen Wagen vor, der seinen Haltepunkt durch Projektionen anzeigte. Gerade einmal vier Jahre später wurde eine Neuauflage des Fahrzeuges vorgestellt. Das Experimental Safety Vehicle (ESF) von 2019 ist nicht mehr nur im Hinblick auf sein Fahrverhalten kommunikativ, sondern auch, wenn es um Warnhinweise geht. Diese werden dem unmittelbaren Umfeld über Symbole, Animationen und Lautsprecher mitgeteilt. Damit steht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer an erster Stelle. Der Fahrer des ESF muss sich um nichts mehr kümmern. Selbst im Falle eines Unfalls wird das Warndreieck automatisch an die richtige Stelle und mit entsprechendem Abstand positioniert. Das Fahrzeug zeigt außerdem für andere Fahrer an, wie eine Rettungsgasse gebildet werden muss.

Lesen Sie auch: Revolutionäre Idee: Neues Elektroauto behebt großes Manko.

Auch andere Automobilhersteller, wie Jaguar Land Rover setzen Trends mit Lichtsystemen, die das Fahrverhalten kommunizieren sollen. Besonders im Hinblick auf autonomes Fahren ist es den Entwicklern ein großes Anliegen, Vertrauen zwischen Fahrzeug und Mensch zu schaffen. Da die Kontrolle über die Fahrweise komplett an das Automobil abgegeben wird, muss gewährleistet sein, dass es in allen Situationen sicher und vorausschauend reagieren kann. Volkswagen ist ein weiterer Hersteller, der an Innovationen wie diesen arbeitet.

Scheitern die Innovationen an den globalen Herausforderungen?

Eine wichtige Herausforderung, der sich die Automobilhersteller stellen müssen, sind die einzuhaltenden globalen Standards. Derzeit gibt es noch kein einheitliches System, über welches alle Länder und Kontinente, die Lichtkommunikation verstehen können. Genauso, wie die Ampelfarben ihre internationale Bedeutung haben, braucht es auch für die Lichtsysteme eine gemeinsame Definition. Doch daran sollte es laut Elon Musk, dem Tesla-Gründer, nicht scheitern. Geht es nach ihm, werden die Autos der Zukunft schon bald viel mehr können als akustische Warnsignale von sich zugeben.

Zukunftsweisende Fahrzeuge wie diese stehen im Fokus der IAA 2021. Es geht um neue Wege und die Verknüpfung zwischen Mensch und Maschine. (swa) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Verblüffend: Dieses ungewöhnliche Mittel hilft gegen beschlagene Windschutzscheiben.

Sounddesign bei Elektrofahrzeugen

Töne etwa zur Begrüßung
Sound of Silence? Nein, in vielen E-Autos gehören typische Töne etwa zur Begrüßung, zum Starten oder anderen Situationen zur Soundfamilie, hier der ID.3. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn © Volkswagen AG
Akustische Signalwirkung
Ssssst? Das wäre in einigen Fahrsituationen zu leise, daher verlangt der Gesetzgeber eine akustische Signalwirkung. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn © Volkswagen AG
Vision M Next von BMW
Wie der wohl klingt? Autobauer wie BMW machen sich nicht nur Gedanken wie das Auto von Morgen aussieht (hier die Studie Vision M Next), sondern auch darüber, wie es sich anhört. Foto: Daniel Kraus/BMW AG/dpa-tmn © Daniel Kraus
Mini Electric
Die Launen des jungen Minis: Die Klangkulisse des Mini Electric kann von freundlich, leicht und hell im Stand zu sportlich und dynamisch beim Fahren wechseln. Foto: Alberto Martinez/BMW Group/dpa-tmn © Alberto Martinez
Renzo Vitale
Das Unsichtbare gestalten: Renzo Vitale ist für den E-Auto-Sound bei BMW verantwortlich. Foto: Daniel Kraus/BMW AG/dpa-tmn © Daniel Kraus
Sound von BMW
Ton-Tüftler: Filmkomponist Hans Zimmer (l) und Renzo Vitale arbeiten am Soundtrack eines Fahrzeuges von BMW. Foto: BMW AG/dpa-tmn © BMW AG
EQC 4x4² von Mercedes
Brummer mit Brumm-Brumm: Die bullige E-Auto-Studie EQC 4x4² von Mercedes gibt ihr eigens komponiertes Fahrgeräusch durch zu Lautsprechern umfunktionierte Scheinwerfer-Gehäuse aus - die PR-Abteilung spricht vom «Lautwerfer». Im Serien-EQC geben Lautsprecher in den Stoßfängern den AVAS-Sound wieder. Foto: Daimler AG/dpa-tmn © Daimler AG

Quelle: IAA

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare