IAA 2021 im September in München

IAA 2021 in München: E-Auto-Hersteller aus China wollen nach Europa vorstoßen

Das Fahrzeug Polestar 2 steht in einem Showroom.
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Foto der Elektro-Limousine „Polestar 2“ des Joint-Ventures Polestar.

Neben Tesla sind hierzulande wenige Auto-Hersteller bekannt, die sich ausschließlich auf Elektroautos fokussieren. Einige chinesische Marken wollen das ändern.

Die Nachfrage nach Autos mit alternativen Treibstoffen wird langsam aber sicher größer. Allen voran sind Elektroautos derzeit im Kommen. Während immer mehr traditionelle Hersteller wie BMW, Audi oder Mercedes mit eigenen Modellen nachziehen, spezialisieren sich andere ausschließlich auf die E-Autos. Tesla gilt in dieser Hinsicht als Platzhirsch, doch die Konkurrenz wird immer größer. IAA präsentiert vier Kandidaten aus China, die ebenfalls in den Markt in Europa vordringen möchten.

E-Autos aus China auf dem Vormarsch: Diese vier Hersteller wollen expandieren

Der NIO ET7 soll 1.000 Kilometer schaffen.
  • NIO: Das 2014 gegründete Elektro-Startup wird bereits als „chinesischer Tesla-Zwilling“ bezeichnet. Zu verdanken hat das der Hersteller vor allem dem Erfolg an der Börse. Während die Aktie an der New York Stock Exchange 2018 noch bei knapp 10 US-Dollar lag, hatte sie im vergangenen Jahr sogar die 60 US-Dollar-Marke geknackt. Besonders spannend ist die KI-basierte Autosoftware „NOMI“ sowie die angekündigte ET7-Limousine, die sage und schreibe 1.000 Kilometer Reichweite mit einer Ladung schaffen soll. NIO will sich nach und nach in Europa etablieren – zunächst in Norwegen und danach auch in anderen Ländern.
  • XPENG: Ebenfalls 2014 gegründet und auch auf elektrische Mittel- und Oberklassewagen spezialisiert ist Hersteller XPENG. Das Startup profitiert dabei von der Erfahrung der beiden Gründer Xia Heng und He Tao, die zuvor für den Konzern Guangzhou Automobile Group arbeiteten. Darüber hinaus kann XPENG mit Alibaba und Foxconn zwei namhafte Investoren vorweisen, mit denen finanzielle Unterstützung gesichert ist. Und noch eine Parallele zu NIO ist, dass XPENG erste Modelle bereits in Norwegen anbietet. Der G3 ist dort seit Dezember 2020 auf dem Markt. Für Europa könnte ebenfalls die Familienlimousine P5 interessant sein mit 600 Kilometern Reichweite.
  • SAIC: Das Kürzel steht für „Shanghai Automotive Industry Corporation“. SAIC zählt zu den größten Autoherstellern aus China, da das Unternehmen mit namhaften anderen Herstellern kooperiert, darunter Volkswagen, General Motors und MG. Neben elektrischen Autos entwickelt SAIC auch Modelle mit Brennstoffzellen-Antrieben. Das erste E-Auto rollt bereits seit Anfang 2021 über die Straßen Europas: Der ZS EV wird in Deutschland, Österreich, Norwegen sowie den Niederlanden angeboten. Zwar schafft der Wagen lediglich 260 Kilometer, dafür ist es mit 32.000 Euro günstiger als manch andere Modelle.
  • Geely: Dem Großkonzern gehören mehrere Marken, die hierzulande aber größtenteils unbekannt sind. Allerdings zählen auch die skandinavischen Hersteller Volvo und Polestar dazu, die Geely 2010 und 2015 aufgekauft hat. Volvo hat angekündigt, dass alle Modelle bis 2030 emissionsfrei sein werden. Polestar hat sich ohnehin auf elektrisch betriebene Autos, darunter auch Hybride, spezialisiert.

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(ök)

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