Jede 5. Straftat wird im Straßenverkehr verübt

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Bereits ab 0,3 Promille können Führerscheinentzug, Punkte und ein Bußgeld drohen.

190.000 Verkehrssünder wurden im Jahr 2009 wegen Straftaten im Straßenverkehr verurteilt. Damit wurden 22 Prozent aller in Deutschland begangenen Straftaten im Verkehr verübt.

Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die der ACE Auto Club Europa in Stuttgart unmittelbar vor Beginn des 49. Deutschen Verkehrsgerichtstages (26.–28. Januar in Goslar) veröffentlicht hat.

Alkohol am Steuer  - Eine Alkoholfahrt wird ab 1,1 Promille als Straftat betrachtet und geahndet

85 Prozent aller geahndeten Vergehen im Straßenverkehr haben sich demnach Männer zuschulden kommen lassen. Überproportional hoch ist der Anteil verurteilter junger Verkehrsteilnehmer zwischen 21 und 25 Jahren. Einer der vor Gericht am häufigsten verhandelten Tatbestände ist immer noch Alkohol am Steuer: Über die Hälfte der richterlichen Entscheidungen (54 Prozent) hatten verbotene Trunkenheitsfahrten zum Inhalt, knapp jede vierte davon endete in einem Unfall.

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Doch nicht alle Verkehrsverstöße landen vor Gericht. Von 295 polizeilich bekanntgewordenen Fällen, werden, laut ACE, am Ende nur 71 Sünder vom Gericht verurteilt oder anderweitig zur Rechenschaft gezogen. Hierbei gibt es auch regionale Unterschiede.

Wurden im Jahr 2009 im bundesweiten Schnitt 289 Verkehrsteilnehmer pro 100.000 strafmündige Einwohner wegen im Straßenverkehr begangener Straftaten verurteilt, lag deren Zahl im Saarland bei 367 Verurteilten. Der gesamtdeutschen Mittelwert liegt mit 231 Verurteilten.

  • Rheinland-Pfalz  bei 342
  • Baden-Württemberg bei 340
  • Brandenburg 334
  • Mecklenburg-Vorpommern 357
  • Schleswig-Holstein lediglich 224
  • Stadtstaat Bremen 231

Quelle: ACE

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