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Kennzeichen: Dafür stehen die Buchstaben X und Y 

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Von: Janine Napirca

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Bundeswehrkennzeichen Y
Bundeswehrkennzeichen unterscheiden sich durch eine andere Schriftart, den Bindestrich und die deutsche Flagge links neben dem Buchstaben Y von herkömmlichen, reflektierenden EU-Nummernschildern. © Sepp Spiegl/Imago

Haben Sie schon einmal Fahrzeuge mit dem Kennzeichen X oder Y gesehen? Wofür diese Buchstaben stehen, erfahren Sie hier.

Kfz-Kennzeichen beginnen in Deutschland normalerweise mit Buchstaben, die auf den Ort verweisen. So steht beispielsweise B für Berlin, D für Düsseldorf und M für München. Größere Städte beschränken sich meist auf einen Buchstaben, kleinere haben zwei bis drei Buchstaben, die auf den Ort verweisen. Um eine Verwechslung mit anderen Städten zu vermeiden, tragen aber auch größere Orte wie zum Beispiel die Hansestädte Bremen und Hamburg mehrere Buchstaben, in diesem Fall HB bzw. HH.

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Wofür steht das Kfz-Kennzeichen Y?

Vielleicht sind Ihnen im Straßenverkehr schon Fahrzeuge mit dem Kennzeichen Y aufgefallen. Diese sind zwar selten, kommen aber dennoch vor. Insgesamt gibt es Stand heute (2022) etwa 90.000 Fahrzeuge mit diesem Kennzeichen. Seit dem Jahr 1955 steht das Kennzeichen Y für die Bundeswehr. Brigadegeneral Kurt Vogel entschied sich laut ADAC damals für diesen Buchstaben, da bei der Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 bereits alle infrage kommenden Kombinationen vergeben waren und das Kennzeichen nur einen Buchstaben tragen sollte. Keine deutsche Großstadt beginnt mit einem Y, somit war die Sache entschieden.

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Das Y-Kennzeichen unterscheidet sich von anderen Nummernschildern dem Bericht des ADAC zufolge durch eine andere Schriftart. Außerdem sind die Kennzeichen der Bundeswehr nicht reflektierend, links neben dem Kennzeichen ist die deutsche Flagge zu sehen und auf das Y folgt ein Bindestrich. Ist das Y-Kennzeichen rot, weist das auf ein Fahrzeug in Erprobung hin. Normalerweise besteht die nachfolgende Erkennungsnummer aus bis zu sechs Ziffern, dreistellig ist das Bundeswehr-Kennzeichen, wenn das Fahrzeug in den USA erworben wurde und einstellig, sofern es sich um die Inspekteure von Heer, Luftwaffe oder Marine handelt. Y-1 ist laut ADAC zum Beispiel das Kennzeichen des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

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Wer ist mit dem Kfz-Kennzeichen X unterwegs?

Wesentlich seltener noch als das Y-Kennzeichen ist das Kfz-Kennzeichen X. Nur ein paar hundert Fahrzeuge mit diesem Kfz-Kennzeichen sind auf deutschen Straßen unterwegs. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge der North Atlantic Treaty Organization, kurz Nato. Internationale Hauptquartiere der Nato mit Sitz in Deutschland dürfen laut Bericht an ihren Dienstfahrzeugen X-Kennzeichen führen. Ebenso wie Y-Kennzeichen, werden dem ADAC zufolge auch die Kfz-Kennzeichen der Nato im Zentrum für Kraftfahrwesen der Bundeswehr hergestellt. (jn) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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