Risiko ausschließen

Autofahrer, aufgepasst: Mangelhafte Scheibenreparatur setzt TÜV-Plakette aufs Spiel

Mangelhafte Scheibenreparatur setzt TÜV-Plakette aufs Spiel
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Nach einem Steinschlag muss die Windschutzscheibe eines Autos nicht zwingend getauscht werden. Wichtig ist bei einer Reparatur aber, dass diese korrekt ausgeführt wird.

Wenn Schäden an der Windschutzscheibe nicht richtig repariert sind, kann ein Auto beim TÜV durch die Hauptuntersuchung fallen. Worauf Sie als Fahrer achten müssen.

Eine beschädigte Auto-Windschutzscheibe* muss nicht zwangsläufig getauscht werden. Gerade bei kleineren Defekten reicht eine Reparatur oft aus. Werden die Reparaturverfahren aber falsch angewandt, bekommt der Wagen keine neue TÜV-Plakette.

Dem TÜV Rheinland begegnen solche Mängel nach eigenen Angaben immer mal wieder. Häufig seien trübe Flecken rund um zuvor beschädigte Bereiche der Scheibe ursächlich dafür, dass der Wagen durch die Hauptuntersuchung fällt. Der Gesetzgeber schreibe vor, dass die Durchsicht durch die reparierte Stelle klar, lichtdurchlässig und möglichst verzerrungsfrei bleiben muss. „Ist dies nicht der Fall, sollten Autofahrer die Reparatur beanstanden“, rät der TÜV.

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Strenge Richtlinien für Ausbesserung

Für eine Windschutzscheiben-Reparatur gibt es klare Richtlinien. So darf beispielsweise der Durchmesser der Einschlagstelle nicht größer als fünf Millimeter sein, Innenscheibe und Kunststofffolie müssen unbeschädigt sein. Entstandene Sprünge dürfen zudem nicht länger als 50 Millimeter sein und nicht im Scheibengummi enden. Schäden im sogenannten Fernsichtfeld, einem knapp 30 Zentimeter breiten Streifen auf der Fahrerseite, dürfen ebenfalls nicht repariert werden.

Erfüllt der Schaden nicht alle Vorgaben, muss die Scheibe getauscht werden. Und dann kann es teuer werden. Laut TÜV Rheinland können Kosten in bis zu vierstelliger Höhe entstehen. Grund dafür sind häufig die hinter der Scheibe sitzenden Kameras moderner Assistenzsysteme, die präzise neu kalibriert werden müssen.

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Kaskoversicherung kommt für Schaden auf

Je nach Hersteller und Fahrzeugtyp kostet der Scheibenaustausch laut Tüv 600 bis 1300 Euro. Eine Reparatur kommt mit um die 120 Euro hingegen deutlich günstiger - Kosten, für die eine Kaskoversicherung aufkommt. Eine Haftpflichtversicherung ist nicht ausreichend.

Generell rät der TÜV Rheinland bei Schäden an der Windschutzscheibe zu zügigem Handeln. Schließlich können auch kleine Schäden die Sicht beeinträchtigen oder zum Riss der Scheibe führen. (dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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