Ausreden von Autofahrern - hier die „Top Ten“

Mautverstoß in Österreich: „Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst“

PKW Maut
+
Wer nach Österreich fährt, sollte sich rechtzeitig um ein „Pickerl“ kümmern - am besten noch vor der Abfahrt, so der ADAC.

Wer in Österreich eine Autobahn befährt, braucht eine Vignette. Doch auch viele deutsche Autofahrer halten sich nicht dran, wie der ADAC berichtet. Manche Ausreden sind besonders beliebt.

Wer auf Mautstrecken in Österreich ohne gültige Vignette am Auto angehalten wird, wird mit einer (noch so guten) Ausrede vermutlich nicht weit kommen. So betont der ADAC: „Wer ohne Vignette erwischt wird, braucht nicht lange nach Ausreden zu suchen“. Besser gleich eine gültige Vignette zu besorgen – „am besten noch vor der Abfahrt“.

Denn in Österreich würden klassische Ausreden wie „mein Hund hat das Pickerl gefressen“, „die Vignette ist in der Handtasche meiner Frau“, „die Vignette war als Geschenk auf eine Weinflasche geklebt“ oder „die Kinder haben beim Spielen die Vignette zerstört“ den Kotrolleuren „nicht mal mehr ein müdes Lächeln“ entlocken, so der Autoclub.

Lesen Sie zudem: Rasen, Falschparken und Co.: Bußgelder für Autofahrer

Zum Start der Hauptreisezeit im Sommer hat der ADAC eine „Top Ten“-Liste der beliebtesten Ausreden von „Mautsündern“ veröffentlicht“:

Österreich: Die „Top Ten“- Ausreden der „Mautsünder“ laut ADAC

  • 1. Ich habe nichts von der Vignettenpflicht in Österreich gewusst.
  • 2. Ich habe nicht gewusst, wo man sich eine Vignette kaufen kann.
  • 3. Das Navi* hat mich auf die Autobahn gelotst.
  • 4. Es ist umständlich, eine 10-Tages-Vignette von der Windschutzscheibe abzulösen.
  • 5. Ich muss schnell ins Krankenhaus.
  • 6. Ich habe keine Vertriebsstelle gefunden.
  • 7. Ich habe keine Vignette an der Vertriebsstelle erhalten.
  • 8. Ich habe die Vignettenpflicht-Schilder nicht gesehen.
  • 9. Das ist nicht mein Auto.
  • 10. Ich habe ja eh die Sondermautstrecke bezahlt.

So viel kostet die Vignette in Österreich

Der ADAC informiert, dass eine Pkw-Jahresvignette in der Alpenrepublik für Autos 92,50 Euro kostet. Für zwei Monate kostet die Vignette 27,80 Euro, und das 10-Tages-Pickerl 9,50 Euro

Motorradfahrer müssen für die Jahresvignette laut ADAC 36,70 Euro, für die Zwei-Monats-Vignette 13,90 Euro und die Zehn-Tages-Vignette 5,50 Euro bezahlen. Wer häufiger nach Österreich reise, kaufe in der Regel eine Jahresvignette. Sie lohne sich für Vielfahrer erst ab August nicht mehr. „Die Zeit von August bis Ende November können diese mit zwei Zwei-Monats-Vignetten überbrücken“, so der ADAC in seiner Mitteilung.

„Mautsünder“ 2020: Fast jedes dritte betroffene Fahrzeug aus Deutschland

Dem Automobilclub zufolge wurden im Jahr 2020 insgesamt 192.400 Verstöße gegen die Mautpflicht in Österreich registriert. Fast jedes dritte betroffene Fahrzeug (30,3 Prozent) kam aus Deutschland, „rund rund 58.300“ an der Zahl. Die Strafen seien „happig“, es werde eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro oder ein Bußgeld ab 300 Euro fällig.

Lesen Sie zudem: Mautgebühren und Bußgelder: Diese Strafen drohen Ihnen als Autofahrer.

Digitale Vignette statt klassisches „Klebe-Pickerl“

Auf „Platz 11 des Rankings der beliebten Ausreden von Autofahrern habe es eine Ausrede zur Digitalen Vignette geschafft: „Ich habe mich bei der Eingabe ja nur um eine Ziffer geirrt.“

Bei der digitalen Alternative zum klassischen „Klebe-Pickerl“ sei wichtig zu wissen, dass sie erst ab dem 18. Tag nach dem Online-Kauf gültig ist. Sie sei also nichts für Kurzentschlossene. Der ADAC erklärt: „Kunden haben in Europa bei jeder Online-Bestellung das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet. Daher ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig.“ (ahu) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Bußgelder beim Falschparken: An diesen Stellen wird es für Autofahrer richtig teuer.

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder* überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils*. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten* müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare