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Mautverstoß in Österreich: „Das Navi hat mich auf die Autobahn gelotst“

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Von: Anne Hund

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Wer nach Österreich fährt, sollte sich rechtzeitig um ein „Pickerl“ kümmern - am besten noch vor der Abfahrt, so der ADAC. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbolbild/Archivbild)

Wer in Österreich eine Autobahn befährt, braucht eine Vignette. Doch auch viele deutsche Autofahrer halten sich nicht dran, wie der ADAC berichtet. Manche Ausreden sind besonders beliebt.

Wer auf Mautstrecken in Österreich ohne gültige Vignette am Auto angehalten wird, wird mit einer (noch so guten) Ausrede vermutlich nicht weit kommen. So betont der ADAC: „Wer ohne Vignette erwischt wird, braucht nicht lange nach Ausreden zu suchen“. Besser gleich eine gültige Vignette zu besorgen – „am besten noch vor der Abfahrt“.

Denn in Österreich würden klassische Ausreden wie „mein Hund hat das Pickerl gefressen“, „die Vignette ist in der Handtasche meiner Frau“, „die Vignette war als Geschenk auf eine Weinflasche geklebt“ oder „die Kinder haben beim Spielen die Vignette zerstört“ den Kotrolleuren „nicht mal mehr ein müdes Lächeln“ entlocken, so der Autoclub.

Lesen Sie zudem: Rasen, Falschparken und Co.: Bußgelder für Autofahrer

Zum Start der Hauptreisezeit im Sommer hat der ADAC eine „Top Ten“-Liste der beliebtesten Ausreden von „Mautsündern“ veröffentlicht“:

Österreich: Die „Top Ten“- Ausreden der „Mautsünder“ laut ADAC

So viel kostet die Vignette in Österreich

Der ADAC informiert, dass eine Pkw-Jahresvignette in der Alpenrepublik für Autos 92,50 Euro kostet. Für zwei Monate kostet die Vignette 27,80 Euro, und das 10-Tages-Pickerl 9,50 Euro

Motorradfahrer müssen für die Jahresvignette laut ADAC 36,70 Euro, für die Zwei-Monats-Vignette 13,90 Euro und die Zehn-Tages-Vignette 5,50 Euro bezahlen. Wer häufiger nach Österreich reise, kaufe in der Regel eine Jahresvignette. Sie lohne sich für Vielfahrer erst ab August nicht mehr. „Die Zeit von August bis Ende November können diese mit zwei Zwei-Monats-Vignetten überbrücken“, so der ADAC in seiner Mitteilung.

„Mautsünder“ 2020: Fast jedes dritte betroffene Fahrzeug aus Deutschland

Dem Automobilclub zufolge wurden im Jahr 2020 insgesamt 192.400 Verstöße gegen die Mautpflicht in Österreich registriert. Fast jedes dritte betroffene Fahrzeug (30,3 Prozent) kam aus Deutschland, „rund rund 58.300“ an der Zahl. Die Strafen seien „happig“, es werde eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro oder ein Bußgeld ab 300 Euro fällig.

Lesen Sie zudem: Mautgebühren und Bußgelder: Diese Strafen drohen Ihnen als Autofahrer.

Digitale Vignette statt klassisches „Klebe-Pickerl“

Auf „Platz 11 des Rankings der beliebten Ausreden von Autofahrern habe es eine Ausrede zur Digitalen Vignette geschafft: „Ich habe mich bei der Eingabe ja nur um eine Ziffer geirrt.“

Bei der digitalen Alternative zum klassischen „Klebe-Pickerl“ sei wichtig zu wissen, dass sie erst ab dem 18. Tag nach dem Online-Kauf gültig ist. Sie sei also nichts für Kurzentschlossene. Der ADAC erklärt: „Kunden haben in Europa bei jeder Online-Bestellung das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet. Daher ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig.“ (ahu) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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