Österreich, Slowenien, Schweiz und Co.

Mautgebühren und Bußgelder: Diese Strafen drohen Ihnen als Autofahrer

Trotz Lockdown: Autoreisende müssen Vignettenpflicht beachten
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Autoreisende, die von Deutschland nach Österreich, Slowenien oder in die Schweiz fahren, brauchen auch 2021 eine Vignette.

Mautgebühren nicht bezahlt? Das kann teuer werden – es drohen Strafen von bis zu 800 Euro. Erfahren Sie hier alles über Mautgebühren sowie die Bußgelder in den europäischen Ländern.

  • Ob mit dem Auto oder dem Camper*: Bei Fahrten durch Europa fallen Mautgebühren an.
  • Die Kosten für Streckenabschnitte und Vignetten sind sehr unterschiedlich – eine Wochenvignette etwa kostet 7 Euro in Rumänien und 15 Euro in Slowenien.
  • Maut-Strafen: Die liegen Bußgelder zwischen 80 und 800 Euro.

Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Wer ihn schon jetzt voller Vorfreude plant, sollte sich auch zu Mautbestimmungen in Transitländern und am Urlaubsziel schlaumachen, empfiehlt der ADAC. Denn die Mautgebühren sind sehr unterschiedlich: In Ländern wie Frankreich, Griechenland und Italien zahlt man für bestimmte Strecken, in anderen europäischen Staaten wie Österreich, Rumänien und Ungarn kauft man Vignetten zum Aufkleben an die Windschutzscheibe oder digitale „Pickerl“

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Für diese Länder brauchen Autofahrer eine Vignette – sonst drohen Strafen

Welche Länder ein „Pickerl“ an der Windschutzscheibe verlangen und wo das digitale „Pickerl“ gilt: Auto- und Camper-Fahrer brauchen laut ADAC in acht europäischen Ländern für Fahrten auf Autobahnen und für Schnellstraßen eine Vignette: Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Vignetten gelten dabei unterschiedlich lange. Manche Länder kassieren zudem eine Sondermaut für Brücken, Tunnel und Pässe, darunter die Schweiz und Italien. 

Wichtig zu wissen: Einige Länder verlangen die (digitale) Vignette, wie Ungarn, Österreich, Rumänien, die Slowakei und seit 2021 auch Tschechien. Die E-Vignette sollte man am besten mindestens 18 Tage vorher online kaufen, damit sie bei Reiseantritt und unterwegs via App gültig ist. Digitale Vignetten gibt es auch in ADAC-Geschäftsstellen, sie sind dann sofort gültig.

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Mautgebühren und Bußgelder nicht nur in Österreich, Tschechien und der Schweiz

Achtung Strafe – europäische Mautgebühren und Bußgelder: Vignette vergessen oder sie ist nicht sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht? Besonders in Slowenien wird das teuer: Die Maut-Strafe beträgt dort bis zu 800 Euro. In Österreich, Tschechien und der Schweiz kommt man nicht unter 100 Euro weg.

Das sind laut ADAC die Mautgebühren und Bußgeldern in einigen europäischen Ländern – hier die Übersicht:

  • Bulgarien: Vignette 7 Tage/8 Euro, 1 Monat/15 Euro, Jahresvignette 50 Euro
    Bußgeld: 150 Euro
  • Österreich: Vignette 10 Tage/9,50 Euro, 2 Monate/27,80 Euro, Jahresvignette 92,50 Euro
    Bußgeld: ab 300 Euro oder Ersatzmaut 120 Euro
  • Rumänien: Vignette 7 Tage/3 Euro, 1 Monat/7 Euro, Jahresvignette 28 Euro
    Bußgeld: 80 Euro
  • Schweiz: Jahresvignette 38,50 Euro
    Bußgeld: 175 Euro plus Kosten für Vignette
  • Slowakei: Vignette 10 Tage/10 Euro, 1 Monat/14 Euro, Jahresvignette 50 Euro
    Bußgeld: ab 80 Euro
  • Slowenien: Vignette 7 Tage/15 Euro, 1 Monat/30 Euro, Jahresvignette 110 Euro
    Bußgeld: 300 bis 800 Euro, bei Sofortzahlung 150 Euro
  • Tschechien: Vignette 10 Tage/12 Euro, 1 Monat/17 Euro, Jahresvignette 57 Euro
    Bußgeld: ab 195 Euro
  • Ungarn: Vignette 10 Tage/10,10 Euro, 1 Monat/13,80 Euro, Jahresvignette 123,90 Euro
    Bußgeld: Ersatzmaut ab 50 Euro

Das Land, das Sie suchen, ist nicht dabei? Der ADAC informiert zu den Mautgebühren in insgesamt 34 europäischen Ländern.

Welche EU-Länder kassieren eine Maut für bestimmte Strecken?

Manche Länder Europas sind ein kostspieliges Pflaster: Die jeweiligen Streckengebühren gelten häufig nur für einen bestimmten Streckenabschnitt, nicht jedoch für die gesamte Autobahn oder die Schnellstraßen des Landes. Eine Gebühr für zurückgelegte Kilometer fällt in neun Ländern Europas an. Diese sind:

  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Irland
  • Italien
  • Kroatien
  • Polen
  • Portugal
  • Spanien

Zur Kasse gebeten wird meist beim Ein- und Ausfahren an der Mautstation. Wer durch die Alpen fährt, zahlt in Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz übrigen auch für bestimmte Pässe, Tunnel und Brücken Mautgebühren. Sie hängen auch von der Tunnellänge ab und liegen zum Beispiel bei 9,50 Euro für den österreichischen Gleinalm-Tunnel bis zu 46,30 Euro für den Mont-Blanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien. Am besten vorab informieren, um keinen Schreck bei den Kosten zu bekommen – oder zum Mautsünder zu werden. (jba) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Quellen: ADAC, Pincamp

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StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder* überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils*. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten* müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen

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