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Mercedes AMG-GT: Eine schrecklich schnelle Familie

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Gestatten, die GT-Familie: drei Coupés, zwei Cabrios sowie drei Rennautos (der grüne GT R für die Straße, links der GT3, rechts der GT4)
Gestatten, die GT-Familie: drei Coupés, zwei Cabrios sowie drei Rennautos (der grüne GT R für die Straße, links der GT3, rechts der GT4) © Daimler AG

Mit acht Modellen ist der Mercedes AMG-GT-Clan jetzt noch größer geworden. Dabei kommt auch ein legendärer Kühlergrill zum Einsatz.

65 Jahre ist es her, dass dieser Kühlergrill in Südamerika zur Legende wurde. Und zwar auf der legendären Rennstrecke Panamericana. Dort fuhren die beiden Mercedes- Piloten Karl Kling und Hans Klenk mit ihrem Mercedes- Benz Typ 300 SL ihre Konkurrenz so in Grund und Boden, dass sie trotz eines mittelschweren Zusammenstoßes mit einem Geier, der die Windschutzscheibe zertrümmerte, gewannen. Dieser Triumph war einer der Höhepunkt der Saison und brachte die Stuttgarter sieben Jahre nach Kriegsende zurück in die Rennsportgeschichte. Das Symbol dafür wurde der Panamericana-Grill, 15 Chromstreben, die senkrecht und frech im Wind stehen.

Neue AMG-GT-Palette mit Panamericana-Grill

Jetzt ist der Panamericana-Grill zurück. Zunächst zierte er nur die GT-Bande, jetzt greift er auch auf die

MERCEDES-AMG GT C Roadster, AMG solarbeam
Der Mercedes AMG GT C Roadster. © Daimler AG

gesamte AMG-Palette über. Am schönsten jedoch wirkt er bei der Sportwagen-Familie, die sich gerade eben auf acht Mitglieder vergrößert hat und die mit dem bereits vorgestellten AMG GT Concept, einer viertürigen Coupé-Variante mit hybridem Antriebsstrang, schon im nächsten Jahr erweitert wird.

Doch zurück zur GT-Familie. Was mit dem Coupé und mit dem etwas

Mercedes-AMG GT Roadster
Mercedes-AMG GT Roadster. © Daimler AG

schärferen GT S-Derivat begann, hat sich – wenn man das aus sportlicher Sicht interpretiert – fein weiterentwickelt. Mit dem GT C, der nicht nur mehr PS aus dem V8-Biturbo holt (genau 557), sondern auch flotter aussieht, und mit dem GT R (585 PS) hat AMG die Spitze erweitert. Dabei ist die grüne Mamba mit ihrem auffälligen Spoiler eher etwas für die extrovertierte Klientel, die Wert auf so viel Rennwagen wie möglich mit Straßenzulassung legt.

Auch interessant: Mit diesen Supersportlern will AMG Porsche überholen.

Der GT C hingegen ist ein Auto für die Genießer. Das fängt beim Design an,

Seitliche Luftauslässe: das Kennzeichen des GTC.
Seitliche Luftauslässe: das Kennzeichen des GTC. © Daimler AG

das mit der breiteren Spur und den durch die senkrechten Lufteinlässe kräftiger wirkendem Heck einen wunderbaren Mittelweg zwischen pubertärer Kraftmeierei und Eleganz gefunden hat. Und das hört beim kultivierten, jederzeit mit ausreichenden Kraftreserven ausgestattetem Gleiten auf den Straßen aus. Wenn es sein muss, kann man den meistens nur sanft fauchenden GT mittels Knopfdruck und Sportauspuffanlage auch zum brüllenden Rennsporttier in wenigen Zehntelsekunden machen.

Dass es überhaupt so viele Modelle geworden sind beim zweiten alleine von AMG entwickelten Sportwagen nach dem SLS, ist auch dem Verkaufserfolg zu verdanken. Genaue Zahlen gibt es freilich nicht, aber dass es schon bald eine viertürige Limousine davon geben wird, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Kundschaft sich kräftig bei der GT-Familie eingekauft hat. Und es wohl auch künftig tun wird. Denn das viertürige Coupé wird mit der bereits in der Formel 1 getesteten Hybridtechnologie ausgestattet, die auch im Supersportwagen Project One verbaut ist. 815 PS sollen dieses Fahrzeug antreiben. Damit hätte die schrecklich schnelle Familie (der GT/R schafft sogar Tempo 318) ein neues Oberhaupt.

Lesen Sie hier weiter: Das ist das schnellste Auto der Welt.

RDF

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