Fahrbericht

Luxus läuft: Erste Ausfahrt mit der neuen S-Klasse von Mercedes-Benz

Mercedes S-Klasse
+
Die neue S-Klasse von Mercedes.

Die S-Klasse von Mercedes ist die meistverkaufte Luxuslimousine der Welt, sagen die Stuttgarter stolz über ihr Topmodell. Das soll auch künftig so bleiben. Der Fahrbericht zur neuen S-Klasse.

Die neueste Generation der Mercedes S-Klasse soll laut des Daimler-Vorstandsvorsitzenden Ola Källenius so viel Innovation, Sicherheit, Komfort und Qualität bieten wie nie zuvor. Wir konnten mit dem Flaggschiff bereits eine erste Ausfahrt machen und die wichtigsten Neuerungen unter die Lupe nehmen.

Mercedes S-Klasse im Test: MBUX

Die Mercedes-Benz User Experience, wie MBUX* ausgeschrieben heißt, ist in der zweiten Generation am Start. Bis zu fünf Bildschirme sorgen für mehr als genug Informationen, ein neues 3D-Fahrer-Display (1148 Euro Aufpreis) ermöglicht räumliche Wahrnehmung mit Tiefenwirkung auch ohne spezielle 3D-Brille. Das Angebot von MBUX ist übrigens nicht nur für den Fahrer, sondern für jeden Sitzplatz verfügbar.

Mercedes S-Klasse im Test: Head-up-Display & Fahrassistenten

Wer 3468 Euro zusätzlich investiert, bekommt Augmented Reality im Head-up-Display auf die Frontscheibe projiziert. Faszinierend – nur sollte man sich beim staunenden Betrachten nicht vom Fahren ablenken lassen.

17 Sensoren und fünf Kameras überwachen das Auto, seine Insassen und die Umgebung und sollen laut Mercedes die neue S-Klasse der Vision des unfallfreien Fahrens wieder ein großes Stück näher bringen. Zum Glück bleiben sie bei unseren Fahrten weitgehend beschäftigungslos.

Der Innenraum des neuen Mercedes S 500: weniger barock, dafür mit riesigen Displays.

Zum Weiterlesen: Hier parkt der Assistent: Elektronische Helfer machen das Autofahren einfacher und sicherer.

Mercedes S-Klasse im Test: Scheinwerfer

Mercedes preist die neue Scheinwerfertechnologie Digital Light als besonders lichtstark an, zudem ermögliche diese neue Technologie unter anderem die Projektion von Hilfsmarkierungen oder Warnsymbolen auf die Fahrbahn. Da wir bei unseren Testfahrten aber nur tagsüber unterwegs waren, konnten wir dieses Schmankerl nicht auf Praxistauglichkeit überprüfen.

Mercedes S-Klasse im Test: Hinterachslenkung

Dieses 1.508 Euro teure Extra ermöglicht einen um rund zwei Meter geringeren Wendekreis. Das ist bei der 5,18 Meter langen Limousine ein großes Plus. Und bei unseren Fahrten im südlichen Schwarzwald und im oberen Donautal entpuppte sich die S-Klasse als so beweglich wie ein flotter Vertreter der Kompaktklasse.

Mercedes S-Klasse im Test: Motoren

Bereits der 330 PS starke Diesel im S 400 d, der übrigens erwartungsgemäß auch bei Vollgas nur sanft säuselte, brachte den 2.090 Kilogramm schweren Wagen gehörig auf Trab. Der 435 PS starke Sechszylinder im allradgetriebenen S 500 ließ dann überhaupt keinen Gedanken an eine behäbige Chauffeurs-Limousine aufkommen, sondern machte den Platz am Lenkrad zum Spaßsitz. Auch auf kleinen Verbindungsstraßen mit nicht immer optimaler Asphaltierung blieb der Luxuskreuzer stets sauber auf der gewählten Linie und in der Spur und trotz aller elektronischen, digitalen und sonstigen Assistenzsysteme blieb man als Fahrer stets konzentriert aufs Wesentliche.

Mercedes S-Klasse im Test: Verbrauch

Bei unseren Fahrten stand Spritsparen nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Der Bordcomputer zeigte im S 400 d einen Verbrauch von rund acht Litern auf 100 Kilometer an, im S 500 waren es 11,1 Liter.

Auch interessant: Tankstellen-Statistik: Um diese Uhrzeit tanken Autofahrer am günstigsten.

Mercedes S-Klasse im Test: Preise

  • Den Einstieg in die S-Klasse stellt derzeit der S 350 d dar, der mit einem Basispreis von 96.094 Euro in der Liste steht.
  • Der S 400 d kostet ab 106.998 Euro,
  • beim S 500 sind mindestens 117.786 Euro fällig.

Mercedes S-Klasse im Test: Kritik

Wenn man meckern will, tut man das bei der S-Klasse auf allerhöchstem Niveau. Also nur so viel: Das Handschuhfach könnte etwas größer sein, der Kofferraum ist etwas zerklüftet.

Die Zukunft der S-Klasse von Mercedes

Im kommenden Jahr soll die S-Klasse auch als Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 510 PS und einer elektrischen Reichweite von über 100 Kilometern angeboten werden. Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 soll die neue S-Klasse auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland mit dem Drive Pilot bis zu 60 km/h schnell automatisiert fahren können. (Volker Pfau)

Auch interessant: Mercedes E-Klasse T-Modell All-Terrain im Test: Auf Du und Du.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Auch interessant

Kommentare